Weißes iPhone 4 anscheinend “gestorben”

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Wer noch gehofft hatte, eines Tages das weiße iPhone 4 kaufen zu können, muss sich möglicherweise endgültig umorientieren. Denn es sieht so aus, als habe Apple diese Version seines Smartphones abgeschrieben.Nachdem Apple kürzlich angekündigt hat, das weiße iPhone 4 nicht vor dem kommenden Frühjahr liefern zu können, hat das Unternehmen die Farbvariante jetzt sogar aus seinem Store entfernt. Das nährt die Gerüchte, wonach Apple das weiße iPhone überhaupt nicht mehr auf den Markt bringen möchte. Eigentlich lohnt es sich ja auch nicht mehr, denn nach dem typischen Apple-Rhythmus sollte im Frühsommer bereits ein neues Modell vorgestellt werden.Warum es so schwierig ist, ein weißes iPhone 4 herzustellen, hat Apple bisher nicht verraten. Aus verschiedenen Quellen weiß man aber bereits, dass die weiße Glasplatte auf der Rückseite lichtdurchlässig ist. Aber warum ist das so schlimm? Das Blog “Cult of Mac” erklärt das Problem: Die Kamera schießt durch das eindringende Licht schlechte Bilder. Besonders bei Blitzlicht wirkten die Fotos ausgewaschen, zitiert das Blog seine “Quelle mit Verbindungen zu Apple”.Der Informant berichtet auch, dass Apple den Fehler erst im letzten Augenblick bei einem geheimen Test erkannt habe. Apple habe daraufhin vergeblich versucht, den Kamerasensor abzuschotten. Ohne ein komplett neues Design sei das Problem nicht zu lösen.Warum es so schwierig ist, ein weißes iPhone 4 herzustellen, hat Apple bisher nicht verraten. Aus verschiedenen Quellen weiß man aber bereits, dass die weiße Glasplatte auf der Rückseite lichtdurchlässig ist. Aber warum ist das so schlimm? Das Blog “Cult of Mac” erklärt das Problem: Die Kamera schießt durch das eindringende Licht schlechte Bilder. Besonders bei Blitzlicht wirkten die Fotos ausgewaschen, zitiert das Blog seine “Quelle mit Verbindungen zu Apple”.Der Informant berichtet auch, dass Apple den Fehler erst im letzten Augenblick bei einem geheimen Test erkannt habe. Apple habe daraufhin vergeblich versucht, den Kamerasensor abzuschotten. Ohne ein komplett neues Design sei das Problem nicht zu lösen.

Nur die Hälfte der Deutschen kennt die eigene Handy-Nummer

Wissen Sie Ihre eigene Handy-Nummer auswendig? Nein? Damit sind Sie nicht alleine: Fast jeder zweite Deutsche hat die eigene Nummer und die des Partners nicht im Kopf. Viele Benutzer von Mobiltelefonen kennen ihre eigene Nummer nicht. So lautet eine der Erkenntnisse des aktuellen „BITKOM-Webmonitors“, einer repräsentativen Umfrage von Forsa im Auftrag des Hightech-Branchenverbands BITKOM. Nur gut jeder zweite Handy-Nutzer (55 Prozent) weiß die Nummer seines Mobiltelefons auswendig. Und lediglich 51 Prozent kennen die Mobilfunknummern ihres Partners. Anders sieht es bei der eigenen Festnetznummer aus: Fast jeder kennt sie auswendig. Immerhin 65 Prozent der Deutschen haben die Handy- oder Festnetznummer eines Freundes oder einer Freundin im Kopf, 56 Prozent die ihrer Eltern. An einzelne geschäftliche Mobilfunk- oder Festnetznummern erinnerten sich die Befragten deutlich seltener (40 Prozent). Die Umfrage stellte auch Unterschiede zwischen Männern und Frauen fest. Frauen merken sich mit 70 Prozent die Telefonnummern von Freunden eher als Männer (60 Prozent). Männliche Mobiltelefonbenutzer (58 Prozent) dagegen können sich die eigene Nummer etwas besser merken als weibliche Benutzer (50 Prozent). Für die Studie hat das Meinungsforschungsinstitut Forsa 1001 deutschsprachige Personen ab 14 Jahren per Telefon befragt.„Die Zahl von Kontaktdaten, Nummern und Passwörtern hat in den letzten Jahren stark zugenommen. Auch wenn Handys ihre Nummer automatisch speichern: Es kann nicht schaden, die eigene Nummer auswendig zu wissen und bei Bedarf parat zu haben“, sagte dazu Dr. Bernhard Rohleder, Hauptgeschäftsführer des BITKOM.

Bauer sucht Frau: Inka Bause eröffnet die 6.Staffel der Testosteron-Show

Vor einigen Tagen läutete RTL-Moderatorin Inka Bause die 6. Staffel der Testosteron-Show “Bauer sucht Frau” ein. In den nächsten Wochen und Monaten kann man vom Fernsehsessel aus beobachten, wie in insgesamt 9 Folgen 9 Bauern zu ihrem Liebesglück verholfen werden soll.

Bereits gestern konnte man eindrucksvoll Kenntnis davon nehmen, was ein aus dem Gleichgewicht gebrachter Hormonspiegel aus einem bis dato noch bodenständigen und zurückhaltenden Landburschen machen kann. So mutierte zum Beispiel der in den Vorberichten als “der ehrliche Schäfer Lämmes” betitelte Schafhirte Martin, noch während des Scheunenfestes, zum Machobauern und rangierte mal eben seine vorher auserwählte Sekretärin Anne aus, um anschließend ganz unverhohlen und ohne schlechtes Gewissen das Tatoo-Luder Moni in seinen schier unwiderstehlichen Bann zu ziehen und auf seinen Hof in die Eifel einzuladen. Ad absurdum wird seine Wahl aber dennoch gestellt, war er doch im Vorfeld auf der Suche nach einer schlanken Frau, die das Herz am rechten Fleck hat.

Bereits mit 21 Jahren letzte Ausfahrt RTL?

Auch der 49 jährige Ackerbauer Willy aus Nordhessen ist der Meinung, dass die “Sache mit dem Beziehungsaufbau” endlich in die Gänge kommen müsse. Dafür sucht er eine häusliche Frau, die ihm auf dem Hof zu Hand geht. Beim Briefe öffnen ist der gute Willy ist bereits vom ersten gelben Umschlag ganz fasziniert, da macht es auch nichts, dass die Dame auf dem Foto genauso gut seine Oma sein könnte. Ihm Gefallen die vielen bunt bemalten und beklebten Umschläge derart, dass es ihm fasste die Sinne raubt.

Der 21-jährige Lukas ist der jüngste unter den beziehungswilligen Bauern. Gerade auf Geburtstagen oder anderen Feierlichkeiten kommt er sich ohne eine Freundin stets wie das fünfte Rad am Wagen vor. Immer steht er nur am Rand und es fehlt ihm einfach die Person, mit der er dann auch einmal das Tanzbein schwingen kann. Wie verzweifelt muss man mit gerade 21 Lenzen eigentlich sein, um sich auf der Suche nach der holden Weiblichkeit bei RTL, quasi zu einem Seelenstrip, vor die Kamera zu begeben.

Vielleicht liegt es ja auch ein wenig an der Mama von Lukas, die nicht nur die Überbringerin der Liebesbotschaften ist, sondern sich gleich zu ihrem Sohn setzt, um die sich bewerbenden Damen ebenfalls in Augenschein zu nehmen. Da darf sehr wohl die Frage gestattet sein, wer denn eigentlich das letzte Wort bei der Auswahl der zwei Kandidatinnen hatte.

Noch besser: Evernote 4.0

Version 4.0 komplett neu geschrieben

Der Notizzetteldienst Evernote hat seinen Windows-Client vollständig überarbeitet in Version 4 vorgestellt. Im Rahmen des Updates wurden alte Zöpfe abgeschnitten, die bei der Version 3.5 noch zu erheblichen Problemen führten: Verschwommene Schriften, ein hoher Ressourcenbedarf und andere Schwierigkeiten sorgten dafür, dass Anwender bis dato mit der Version 3 besser beraten waren als mit 3.5.

Die Evernote-Version 4 wurde ohne das .NET Framework und das Windows Presentation Foundation (kurz WPF), sondern mit C++ vollkommen neu entwickelt. Das Programm soll nun auch auf älteren Rechnern schnell starten und nur die Hälfte der Speicherressourcen in Anspruch nehmen, die von Evernote 3.5 belegt wurden.

Außerdem wurde die Benutzeroberfläche neu gestaltet, wobei die Anzahl der Knöpfe und Scroll-Leisten reduziert wurde. Wer das alte Layout lieber mag, kann es in den Optionen reaktivieren. Wer einen entsprechenden Bildschirm benutzt, wird sich über die Multitouch-Gesten-Unterstützung freuen. Die Entwickler haben zudem zahlreiche Tastaturkürzel eingebaut, mit denen das Programm ohne Maus gesteuert wird.

Evernote kann nun mit Tabellen besser umgehen und ermöglicht das Einfügen von Spalten und Zeilen. Evernote bietet mit Version 4 auch eine verbesserte Betitelung der Notizen. Anhand der Informationen in der Notiz wird ein Titel vorgeschlagen. Hierfür wird beispielsweise die erste Zeile der Notiz oder der Titel einer Website verwendet.

Unter Windows 7 werden Sprunglisten unterstützt. So kann Evernote an die Taskleiste angeheftet und schnell aufgerufen werden, um Notizen zu synchronisieren, zu suchen oder hinzuzufügen. Windows-7-Nutzer können auch die Geolokalisierung ihres Betriebssystems nutzen, um den jeweiligen Standort mit der Notiz zu speichern.

Evernote 4 ist derzeit nur für Windows verfügbar. Bei der Installation von Evernote 4 wird eine eventuell vorhandene Installation von Evernote 3.5 entfernt. Wer den Firefox verwendet, muss zudem die neue Evernote-Firefox-Erweiterung installieren.

Auf Evernote kann mit Clients für Mobiltelefone , über das Web und über eine Desktopanwendung für Windows und Mac OS X zugegriffen werden. Ich nutze es mobil sowohl auf Geräten mit Windows Mobile 6.5 (HTC HD”) , Android (Xeperia X10 mini) also auch auf iOS4.2  (iPad). Das System speichert Textnotizen mit Bildern, ermöglicht, Texte aus Fotos per OCR zu erkennen und sichert auch Audionotizen. Die kostenlose Version speichert zudem PDF-Dateien, die kostenpflichtige Fassung jeden Dateityp. Die Notizen und Dateien können durchsucht, gedruckt und per E-Mail verschickt sowie exportiert werden.

Die kostenlose Variante des Dienstes erlaubt monatlich 40 MByte Datentransfer. Die bezahlpflichtige Premiumversion von Evernote kostet im Jahr 45 US-Dollar und ermöglicht unter anderem, 500 MByte Daten monatlich heraufzuladen. Für mich ist Evernote zu einem “must have” geworden.

Microsofts missglückter Angriff auf iPhone und Android

In den vergangenen Jahren versuchte Microsoft mit dem betagten Windows Mobile gegen die Konkurrenz von iPhone und Android anzukämpfen – ohne Erfolg. Nun soll Windows Phone 7 wieder Terrain zurückerobern. Dabei setzt Microsoft auf eine spezielle Bedienoberfläche, die in der Praxis ihr Können beweisen muss.

Der Startbildschirm von Windows Phone 7 unterscheidet sich grundlegend von dem, was die Konkurrenz hier liefert. Während sonst üblicherweise Programmicons oder Widgets auf dem Startbildschirm zu finden sind, liefert Windows Phone 7 Kacheln. Diese Kacheln stellen Programmicons dar. Sie lassen sich beliebig anordnen, die Kachelgröße wird durch den Programmanbieter bestimmt, kann also nicht vom Anwender verändert werden.

Einige der vorinstallierten Applikationen stellen interaktive Kacheln dar. So zeigen die Kacheln Telefon, SMS und E-Mail jeweils die Menge der verpassten Anrufe, nicht gelesener SMS sowie ungelesener E-Mails. Besonders die E-Mail-Kachel zeigt aber, dass der Ansatz nicht zu Ende gedacht ist: Sobald die E-Mail-Software einmal aufgerufen wurde, wird der Zähler auf null gesetzt – ohne dass auch nur eine E-Mail gelesen wurde. Wird also die E-Mail-Applikation zwischendurch verlassen, gibt es laut Kachelinformation keine ungelesenen E-Mails, obwohl nicht eine E-Mail gelesen wurde.

Nur die zweispaltige Kalenderkachel bietet hier mehr Informationen und zeigt den nächsten anstehenden Termin. Obwohl die Kalenderkachel genug Platz für einen zweiten Termin hat, wird nur immer einer angezeigt. Ansonsten gibt es in keiner der Kacheln etwa einen Anfang der letzten SMS, Informationen zum Anrufer oder den Betreff der aktuellen E-Mail zu sehen. Die Kachelinformationen werden auch in den Lock-Screen übernommen.

Im Auslieferungszustand erscheint der Startbildschirm übersichtlich und klar strukturiert. Aber wenn erst einmal ein paar mehr Programme zusätzlich auf dem Startbildschirm abgelegt werden, wird es bald unübersichtlich und der Nutzer ist vor allem mit Scrollen beschäftigt, um die gewünschte Applikation aufrufen zu können. Eine Suchfunktion fehlt komplett. Vom Startbildschirm aus erreicht man auch die Liste mit allen installierten Applikationen sowie den Einstellungen zur Gerätekonfiguration. Eine weitere Rubrizierung oder manuelle Sortierung wird nicht geboten, so dass es schon nach der Installation einiger Applikationen unübersichtlich wird. Aus der Programmliste heraus können Applikationen mittels Kontextmenü auf dem Startbildschirm abgelegt werden. In der Programmliste tauchen keine Spiele auf, diese finden sich alle im speziellen Xbox-Bereich. Wie auch der Startbildschirm lässt die Programmliste eine Suchfunktion vermissen.

Die etwas andere Statusleiste

Üblicherweise informieren Mobiltelefone in der Statusleiste am oberen Displayrand über so wichtige Informationen wie Netzverbindung, Empfangsstärke und Akkustand. Nach Auffassung von Microsoft handelt es sich dabei um unnütze Informationen, die den Anwender nur unnötig verwirren würden. Daher werden diese Informationen standardmäßig ausgeblendet und erst nach einem Fingertippen zeigen sich die Symbole. Denn ansonsten wird nur die Uhrzeit eingeblendet.

Weder für Bluetooth noch für die GPS-Funktion gibt es ein Infosymbol, so dass die paar Symbole den Nutzer kaum verwirren können, zumal diese von anderen Mobiltelefonen bekannt sind. Immerhin bleibt als Trost, dass es einen Hinweis gibt, wenn es keinen Netzempfang gibt und wenn der Akku fast leer ist. Sobald das Akkusymbol aufgrund eines fast leeren Akkus erscheint, verbleiben bei aktiver Nutzung noch etwa 30 Minuten, bis das Gerät ohne weitere Rückmeldung herunterfährt. Eine Prozentanzeige für die Akkukapazität gibt es generell nicht.

In einer Vielzahl von Standardapplikationen ist die Statusleiste überhaupt nicht erreichbar. Das ist vor allem in den Applikationen mit Zune-Bedienung der Fall. Dazu zählen das Adressbuch, die Bildersoftware, der Musik- und Videoplayer, der Marketplace, Xbox Live sowie die Office-Applikation.

Über die Statusleiste können keine Einstellungen verändert werden. Wenn also etwa Bluetooth oder WLAN umgeschaltet werden sollen, muss der Anwender immer in die Einstellungen wechseln und dort den gewünschten Menüpunkt heraussuchen. Komfortabel ist das nicht. Wenn WLAN oder Bluetooth eingeschaltet werden, gibt es eine erhebliche Verzögerung bei der Animation des Schalters. Dadurch kann es passieren, dass die Funktion versehentlich gleich wieder ausgeschaltet wird, weil der Eindruck entsteht, dass der Befehl nicht ankam. Hier kann eine zuschaltbare Vibration bei Displayberührung helfen, eine optische Touch-Rückmeldung für Bildschirmtipper wie etwa bei WebOS gibt es generell nicht.

Die zwei Gesichter von Windows Phone 7

Windows Phone 7 reagiert immer flott und zügig und es kommt höchstens mal bei manchem Programmstart zu einer kurzen Wartezeit. Ansonsten arbeitet das Betriebssystem sehr flott. Im Testgerät steckt aber auch ein Prozessor mit einer Taktrate von 1 GHz. Applikationen für Windows Phone 7 können zwei unterschiedliche Bedienoberflächen verwenden, eine einheitliche Linie gibt es hier von Microsoft nicht. Neben der Zune-artigen Bedienung gibt es eine reine Windows-Phone-7-Bedienung. Weshalb Microsoft hier für unnötige Verwirrung sorgt und auf eine konsistente Linie verzichtet, bleibt rätselhaft.

Das Adressbuch, die Bildersoftware, der Musik- und Videoplayer, der Marketplace, Xbox Live, die Office-Applikation und in Ansätzen der Kalender und der E-Mail-Client präsentieren sich in einer Bedienoberfläche, wie es von Microsofts Zune Player bekannt ist. Alle übrigen Applikationen verzichten auf das Zune-Aussehen. In den Programmen mit Windows-Phone-7-Bedienung erreicht der Nutzer die wichtigsten Funktionen über Icons in einer speziellen Befehlsleiste. Den Zune-Applikationen fehlt diese Befehlsleiste.

Weitere Optionen oder Funktionen erscheinen in einem aufklappenden Menü, wenn die drei kleinen Punkte in der Befehlsleiste betätigt werden. Dadurch erscheinen auch komplexe Applikationen nicht überfrachtet. Die Befehlsleiste steht im Hochformat immer am unteren Bildrand zur Verfügung. Wenn das Gerät im Querformat gehalten wird, drehen sich die Icons mit und bleiben am rechten respektive linken Bildrand stehen.

Windows Phone 7 ohne Copy-and-Paste

Mit dem Zurückknopf kann der Nutzer analog zu Android einen Bedienschritt zurückgehen. Allerdings kam es im Marketplace wiederholt vor, dass der Zurückknopf nicht exakt an die letzte Position gesprungen ist. Das ist nervig, wenn man sich durch eine lange Programmliste gewühlt hat und dann wieder an den Anfang der Liste gesetzt wird. Dann bleibt einem nur, wieder die Position zu suchen, wo sich der Nutzer zuletzt befand.

Im Browser dient die Zurücktaste dazu, um im Browserverlauf zurückzuspringen. Allerdings gelingt das nur, solange der Browser nicht zwischendurch verlassen wird. Denn dann wechselt die Zurücktaste statt zur vorherigen Webseite im Browserverlauf zum Startbildschirm.

Microsoft hat sich ganz bewusst dafür entschieden, Windows Phone 7 ohne Copy-and-Paste auf den Markt zu werfen. Erst mit einem Softwareupdate wird es möglich sein, Informationen über eine Zwischenablage zwischen Applikationen austauschen zu können. Dieses Update soll im ersten Quartal 2011 erscheinen. Ein ebenfalls großes Ärgernis ist der Verzicht auf eine exakte Cursorpositionierung. Bei einem Tippfehler in einem Wort bleibt dem Nutzer nur, dieses komplett neu zu schreiben. Denn der Textcursor kann ausschließlich am Anfang oder Ende eines Wortes postiert werden.

Bildschirmtastatur ohne Umlauttasten

Das HTC 7 Mozart besitzt keine Hardwaretastatur, Eingaben erfolgen per Bildschirmtastatur. Diese steht sowohl im Hoch- als auch im Querformat bereit, bietet allerdings keine Umlauttasten. Deutsche Umlaute werden eingegeben, indem der Finger länger auf die zugrundeliegende Buchstabentaste gedrückt wird. Dann öffnet sich ein Popup und der Umlaut kann ausgewählt werden. Damit verhält sich das Gerät wie Apples iPhone und die meisten Android-Smartphones. Hier hat Microsoft die Gelegenheit verpasst, sich positiv von der Konkurrenz abzuheben und zumindest der Querformattastatur deutsche Umlaute zu spendieren – denn der nötige Platz dafür wäre vorhanden.

Bing ist die Standardsuche

Im Unterschied zu anderen Smartphone-Plattformen setzt Windows Phone 7 nicht auf die Google-Suche, sondern auf Microsofts Bing. Bing als Standardsuche lässt sich nicht ändern, so dass bei Druck auf den Suchenknopf eine Bing-Suchseite erscheint. Die Bing-Suche öffnet sich immer, wenn die Suchentaste auf dem Startbildschirm oder in einer Applikation ohne integrierte Suchfunktion gedrückt wird.

Optisch nett aufbereitet werden die Suchergebnisse in der Bing-Suchseite statt im Browser angezeigt. Ein Tippen auf einen Suchtreffer öffnet dann die Webseite im Browser. Bei aktivem Browser führt einen die Suchtaste auf eine Telekom-Portalseite mit integrierter Google-Suche, ändern lässt sich dieses Verhalten nicht und eine andere Suchseite für den Browser lässt sich auch nicht einstellen. Die Bing-Suche berücksichtigt nur Web-Suchergebnisse und Newssuchen, eine lokale Suchfunktion fehlt.

Der Browser enttäuscht

Auch beim Browser geht Microsoft einen eigenen Weg. Während die Mehrzahl aktueller Smartphone-Betriebssysteme auf einen Webkit-Browser setzt, steckt in Windows Phone 7 eine mobile Version des Internet Explorer. Der Browser arbeitet im Hintergrund und unterstützt Multitouch-Zoom sowie Doppeltippen-Zoom, um die Zoomstufe einer Webseite anzupassen. Maximal sechs Tabs können im Browser geöffnet werden und der Browser reagiert schnell. Bei der Unterstützung von Webstandards schneidet der mobile Internet Explorer nicht sonderlich gut ab, im Acid-3-Test schafft er gerade mal zwölf von 100 Punkten.

Der Browser kann sowohl im Hoch- als auch im Querformat verwendet werden. Aber nur im Hochformat können Lesezeichen aufgerufen und URLs eingegeben werden. Die dafür notwendigen Bedienelemente fehlen in der Querformatdarstellung, dadurch steht der gesamte Displaybereich zum Lesen zur Verfügung. Die Lesezeichen werden immer alphabetisch sortiert, eine manuelle Sortierung oder weitere Rubrizierung sind nicht vorgesehen. Bei vielen Lesezeichen wird es schnell unübersichtlich, zumal ein Sonderbereich mit den oft benötigten Lesezeichen fehlt.

Verschiedene Browserkennungen bringen Probleme

Microsofts Browser kennt zwei unterschiedliche Darstellungsoptionen. In der Desktopansicht gibt sich der Browser als normaler Internet Explorer aus. In der Handyansicht gibt die Kennung an, dass es sich um einen mobilen Browser handelt. Einige an mobile Geräte angepasste Webseiten lassen sich ausschließlich in diesem Modus anzeigen und manche Webseite leitet einen dann automatisch auf das mobile Angebot um. Die Mobilseite von Spiegel Online etwa wird nur in der Handyansicht angezeigt, allerdings fehlerhaft, so dass der Nutzer nach links und rechts scrollen muss, um die Inhalte zu lesen. Die Zoomfunktion funktioniert nicht. Für das optimale mobile Surfen muss der Anwender eigentlich ständig zwischen Handy- und Desktopansicht hin- und herschalten. Das ist äußerst unkomfortabel.

Bei Nutzung der Google-Seite in der Handyansicht verhält sich der Browser sehr ungewöhnlich. Alle Suchtreffer in der mobilen Google-Seite öffnet der Browser als Unterseite von Google statt die URL direkt aufzurufen. Das führt dazu, dass sehr viele Webseiten falsch dargestellt werden und die tatsächliche URL nicht zu entziffern ist. Wenn die Google-Suche mindestens einmal – auch bei abgeschalteten Cookies – in der Handyansicht geöffnet wurde, erscheint die normale Google-Suche erst, nachdem alle Cookies gelöscht worden sind. Weil sich Cookies nicht einzeln löschen lassen, gehen dabei auch alle gespeicherten Kennwörter und der gesamte Browserverlauf verloren.

Adobes Flash Player ist noch nicht für Windows Phone 7 verfügbar. Es ist aber geplant, dass dieser später für Windows Phone 7 erscheint. Auch ein Youtube-Client wird nicht mitgeliefert. Im Marketplace gibt es immerhin mittlerweile einen abgespeckten Youtube-Client, um sich zumindest Webvideos der Youtube-Plattform ansehen zu können. Allerdings handelt es sich hierbei nicht um einen vollwertigen Youtube-Client, denn beim Programmaufruf wird zunächst nur die mobile Youtube-Seite im Browser geöffnet. Falls im Browser bereits alle sechs Tabs geöffnet sind, wird ohne jegliche Rückfrage einfach ein Tab geschlossen – sehr ärgerlich. Erst nach der Auswahl eines Videos öffnet sich zur Wiedergabe der Youtube-Client.

Solider E-Mail-Client

Der E-Mail-Client ist schnell eingerichtet, bei bekannten Anbietern ist nur die Eingabe von Nutzername und Kennwort erforderlich. Direkt unterstützt werden Hotmail, T-Online-Mail, Yahoo Mail und Google Mail. Sobald ein anderer Betreiber verwendet wird, müssen die Kontoeinstellungen manuell eingegeben werden. Weder bei Web.de noch bei GMX haben die Anmeldedaten genügt, um auf ein Postfach zugreifen zu können.

Der E-Mail-Client reagiert sehr zügig und lässt sich angenehm bedienen. Er kann im Hoch- und Querformat verwendet werden und unterstützt die typischen Zoomgesten. Mit einer Wischbewegung im Posteingang wird die Ansicht gewechselt, um nur die ungelesenen, markierten oder dringenden E-Mails zu sehen. Bequem lassen sich mehrere E-Mails markieren, um diese etwa zu markieren, zu löschen oder zu verschieben.

Kartenapplikation mit Navigationsfunktion

Statt Google Maps gibt es für Windows Phone 7 eine Kartenapplikation. Die Kartendaten werden über die Mobilfunkverbindung bezogen. Bei Auslandsaufenthalten kann die Nutzung der Kartenapplikation aufgrund der Roamingpreise ein teures Vergnügen werden. Die Software unterstützt Zoomgesten, um den Kartenausschnitt bequem zu verändern, eine Querformatsdarstellung gibt es nicht.

Neben dem Kartenmaterial können auch Luftbilder eingeblendet werden. Unlogisch: Um nach einer Adresse zu suchen, muss der Suchenknopf in der Software betätigt werden. Ein Druck auf die Suchentaste öffnet seltsamerweise die Bing-Suche. Die Kartenapplikation verfügt über Navigationsfunktionen für die Routenführung zu Fuß oder mit dem Auto. Was der Kartenapplikation aber fehlt, ist eine lokale Suche, um etwa Geschäfte, Restaurants oder Ähnliches in der Umgebung zu finden.

Mitgelieferte Office-Software

Im Vergleich zur Konkurrenz kann Microsoft mit einer vollwertigen Office-Software punkten, um Word-, Excel- und Powerpoint-Dateien direkt zu bearbeiten. Auf anderen Plattformen müssen solche Lösungen oftmals separat erworben werden. Per E-Mail empfangene Office-Dateien lassen sich direkt öffnen und diese können wieder per E-Mail versendet werden. Ein PDF-Reader ist nicht dabei. Immerhin steht der Adobe Reader kostenlos im Windows Marketplace als Download zur Verfügung. Der Adobe Reader unterstützt Multitouch-Zoom und kann wahlweise im Hoch- oder Querformat verwendet werden.

Die SMS- und MMS-Applikationen fassen Mitteilungen mit einer Person zu einer Unterhaltung zusammen, wie es die Konkurrenz seit langem vormacht. Eine Suchfunktion fehlt dem Programm. Ein Instant Messenger wird mit Windows Phone 7 nicht mitgeliefert.

Kalender und Adressbuch von Windows Phone 7

Die Telefonapplikation öffnet standardmäßig die Anrufliste, ansonsten gibt es noch eine Wähltastatur. Bei laufender Telefonapplikation wird das Symbol mit der Empfangsstärke zusätzlich zur Uhrzeit dauerhaft in der Statusleiste angezeigt. Die Sprachqualität bei Telefonaten ist in Ordnung. Wenn ein Anruf verpasst wurde, blinkt die LED am Gerät. Dadurch können verpasste Anrufe auch bemerkt werden, wenn das Display aus ist. Allerdings hört das Blinken schon nach fünf Minuten auf oder endet, sobald die Telefonapplikation geöffnet wird. Aus der Telefonapplikation kann die Adressbuchapplikation aufgerufen werden; eine direkte Adressbuchintegration gibt es nicht.

Adressbuch führt Kontakte aus verschiedenen Quellen zusammen

Das Adressbuch von Windows Phone 7 fasst Kontakte aus mehreren Quellen wie Facebook, Windows Live, Google Kalender oder Yahoo Kalender zusammen, wie es WebOS seinerzeit einführte. Dabei werden zusammengehörige Kontakte erkannt und automatisch zu einem vereint. Diese Kopplung kann nachträglich verändert werden. Eine Rubrizierung der Kontakte gibt es nicht, die Suchtaste öffnet die interne Suche. Kontakte anhand von Initialen werden damit aber nicht gefunden, so ist bei Bedarf mehr Tipparbeit erforderlich. Neben der alphabetischen Liste gibt es eine Übersicht mit den häufig verwendeten Kontakten.

Kalender mit Schwächen

Wie auch das Adressbuch kann der Kalender Daten aus verschiedenen Quellen sammeln. Jede Kalenderquelle erhält eine andere Farbe, um diese unterscheiden zu können. Alle neuen Termine landen standardmäßig in der ersten eingetragenen Kalenderquelle. Soll ein Termin in einer anderen Kalenderquelle eingetragen werden, muss das gleich bei der Terminerstellung berücksichtigt werden. Nachträglich kann ein Termin nicht in eine andere Kalenderquelle übertragen werden.

Der Kalender startet entweder mit der Tages- oder Agendaansicht, zwischen denen mit einem Fingerwisch zur Seite gewechselt werden kann. Ansonsten gibt es nur eine Monatsübersicht. Eine Wochenansicht fehlt ebenso wie eine Suchfunktion. Die Navigation im Kalender ist gewöhnungsbedürftig, denn in der Tagesansicht kann nicht mal eben einen Tag weitergeblättert werden. Stattdessen kann nur stundenweise gescrollt werden.

Der Kalender unterstützt neben dem Hochformat auch eine Querformatsdarstellung. Aber sowohl in der Agenda- als auch in der Tagesansicht gibt es keinen Umbruch in der Termin- und Ortsbeschreibung. Wenn also die darin enthaltenen Informationen zu lang sind, muss der Termin geöffnet werden, um alles lesen zu können.

Multimediafunktionen von Windows Phone 7

Der Musik- und Videoplayer ist mit einem Zugriff auf den Zune-Marketplace versehen, um darüber Musik über das Mobiltelefon einkaufen zu können. Der Musikplayer kennt die Rubriken Künstler, Alben, Songs, Wiedergabeliste und Genre, nach denen die Musik durchstöbert werden kann. Die Software lässt sich nur im Hochformat verwenden, nur bei der Videowiedergabe wird automatisch ins Querformat gewechselt. Bei angeschlossenem Headset kann das integrierte Radio genutzt werden.

Der Musikplayer zeigt zwar einen Fortschrittsbalken, aber das Vor- oder Zurückspringen innerhalb eines Titels ist darüber nicht möglich. Zum Vor- oder Zurückspulen müssen die Vor- und Zurücktasten gedrückt gehalten werden. Auch der Fortschrittsbalken im Videoplayer ist nicht klickbar, das Vor- oder Zurückspulen ist auch hier nur durch Drücken der Sprungtasten möglich. Die Suchentaste im Musik- und Videoplayer dient nur dazu, den Zune Store zu durchstöbern. Für die auf dem Gerät gespeicherte Musik und die Videos fehlt also eine Suchfunktion.

Wenn der Musikplayer läuft, erscheint für etwa drei Sekunden eine Art Miniplayer auf dem Lock-Screen, um die Wiedergabe zu pausieren, fortzusetzen, zu spulen oder einen Titelsprung vorzunehmen. In allen Applikationen öffnet sich der Miniplayer, wenn eine der Lautstärketasten betätigt wird. Der Aufruf des Musikplayers aus dem Miniplayer heraus ist allerdings nicht möglich. Wenn der Musikplayer im Hintergrund läuft, reagiert das Mobiltelefon in anderen Anwendungen weiterhin sehr schnell und es gibt keine lästigen Verzögerungen.

Fotoapplikation mit Skydrive-Anbindung

Für Foto- und Videoaufnahmen gibt es eine 8-Megapixel-Kamera mit Autofokus. Die Kameraapplikation startet, sobald die Kamerataste auch bei ausgeschaltetem Display etwas länger gedrückt wird. Das müssen alle Mobiltelefone mit Windows Phone 7 bieten. Damit soll die Kamera möglichst schnell einsatzbereit sein. Der Kamera steht ein Xenon-Licht zur Seite und Videos können in 720p-Auflösung aufgezeichnet werden. Die Fotoqualität ist für Schnappschüsse ausreichend, allerdings ist das Bildrauschen auch mit der höchsten Auflösung recht auffällig und die Schärfe könnte besser sein.

Das Kameralicht kann nur über die Optionen umgeschaltet werden. Es fehlt ein Knopf, um den Blitz mal eben ein- oder auszuschalten. Pfiffig gelöst ist der Wechsel von der Kameraapplikation in die Fotosoftware. Mit einem Fingerwisch zur Seite lassen sich die zuletzt gemachten Fotos ansehen. Aufgenommene Fotos können bei Microsofts Onlinefestplatte Skydrive abgelegt werden, so dass sich Fotos darüber mit einem Computer synchronisieren lassen. Das Hochladen von Videos auf Skydrive ist nicht möglich.

In der Fotoapplikation werden Fotos entweder in einer Miniaturübersicht oder mit einer praktischen zeitlichen Unterteilung nach Monaten angezeigt. Die automatische Monatsunterteilung hilft sehr bei der Sortierung der Aufnahmen. Die Fotoapplikation wird eigentlich immer im Hochformat bedient, nur bei der Fotoanzeige ist dann auch eine Querformatsbedienung samt Zoomgesten möglich. Wenn Fotos per Synchronisation auf das Mobiltelefon gebracht wurden, können die Fotos weiterhin einzeln gelöscht werden – auf dem iPhone geht das nicht.

Microsofts Windows Marketplace

Mit dem Start von Windows Phone 7 schlägt auch Microsoft den Weg der Konkurrenz ein und vertreibt Applikationen nur noch über einen zentralen Softwareshop, der auf dem Gerät läuft. Für die Nutzung des Windows Marketplace muss sich der Nutzer mit einem Windows-Live-Konto anmelden. Das Anlegen eines neuen Kontos ist vom Gerät aus möglich.

Im Unterschied zu anderen Softwareshops unterstützt der Windows Marketplace einen Testkauf. Anbieter kostenpflichtiger Applikationen können ihre Produkte als Testversionen anbieten. Damit kann die Software vor dem Kauf ausprobiert werden. Ansonsten muss bei anderen Plattformen manche Applikation auf Verdacht gekauft werden, weil es keine Möglichkeit gibt, die Software vorher auszuprobieren. Wenn eine Applikation standortbasierte Informationen sammelt, wird vor der Installation darauf hingewiesen.

Das Herunterladen und Installieren von Applikationen läuft im Hintergrund, der Marketplace ist dabei ohne Einschränkungen weiter nutzbar. Anders als die E-Mail-Kachel zeigt die Marketplace-Kachel immer korrekt die anstehenden Updates. Wenn also eine Applikation aktualisiert wurde, verringert sich der Zähler um einen Wert und wird nicht auf null zurückgesetzt. Über einen zentralen Punkt können alle Updates mit einem Schlag installiert werden. In der Übersichtsseite fehlen leider Hinweise dazu, ob eine Applikation bereits installiert oder ob ein Update verfügbar ist. Erst in den Details der Applikation sieht der Nutzer diese Informationen.

Applikationskauf nur per Kreditkarte

Der Kauf von Applikationen ist im Windows Marketplace nur per Kreditkarte möglich. Weder wird eine Bezahlung über eine Bankverbindung noch über die Mobilfunkrechnung geboten. Die Suche im Marketplace umfasst auch den Zune-Musik-Shop, so dass sich die Suche nicht nur auf Applikationen beschränken lässt. Das macht die Suche nach Applikationen unnötig kompliziert.

Hardwarebesonderheiten von Windows Phone 7

Wollen Hardwarehersteller Smartphones mit Windows Phone 7 bauen, dann müssen sie sich an einige Vorgaben von Microsoft halten. So verfügen alle diese Geräte über die drei Tasten Zurück, Home und Suche. Ein Speicherkartensteckplatz ist nicht erlaubt und vorerst kommen alle Geräte mit der einheitlichen Displayauflösung von 480 x 800 Pixeln auf den Markt. Das Testmodell HTC 7 Mozart bietet Sensortasten unterhalb des Displays sowie Lautstärkeknöpfe, eine Kamerataste für die integrierte 8-Megapixel-Kamera sowie eine 3,5-mm-Klinkenbuchse.

Es gibt keinen Stummschalter, um zwischen Lautklingeln und Vibrationsalarm umzuschalten und beim langen Drücken auf den Ein-Aus-Knopf fährt das Mobiltelefon ohne jede weitere Rückfrage sofort herunter. Falls der Knopf etwa in der Tasche versehentlich länger gedrückt wird, schaltet sich das Telefon also aus, ohne dass der Nutzer es bemerkt und es verhindern könnte. Der herausnehmbare Akku wird über eine Micro-USB-Buchse aufgeladen.

Hardwaredaten des HTC 7 Mozart

Das HTC 7 Mozart besitzt einen 3,6 Zoll großen Super-LCD-Touchscreen. Im direkten Sonnenlicht macht sich das spiegelnde Display negativ bemerkbar, die Inhalte sind dann auch bei maximaler Displayhelligkeit nur schwer zu erkennen. Damit hat das Display unter Sonnenlicht ähnliche Probleme wie Googles Nexus One. Das iPhone 4 oder Palm Pre Plus schneiden hier deutlich besser ab. Aber sobald die Sonne nicht direkt draufscheint, lassen sich die Inhalte auch auf dem Display des Windows-Phone-7-Geräts gut ablesen.

Für eine hohe Reaktionsgeschwindigkeit von Windows Phone 7 sorgt auch der Qualcomm-Prozessor mit einer Taktrate von 1 GHz. Der integrierte Flash-Speicher ist 16 GByte groß. Davon stehen dem Anwender 12 GByte zur Verfügung. Das UMTS-Mobiltelefon deckt alle vier GSM-Netze ab, unterstützt HSDPA mit bis zu 7,2 MBit/s, EDGE sowie GPRS. Als weitere Drahtlostechniken stehen WLAN nach 802.11 b/g/n sowie Bluetooth 2.1 zur Verfügung. Die ersten angekündigten Smartphones mit Windows Phone 7 bieten eine sehr ähnliche technische Ausstattung. Es gibt vor allem beim verwendeten Display, beim eingesetzten Prozessor und beim integrierten Speicher Unterschiede.

Bei einem Gewicht von 128 Gramm misst das Mobiltelefon 119 x 60 x 12 mm. Bei durchschnittlicher Nutzung hält der Akku ungefähr einen Tag lang durch. Wenn das automatische Abfragen von Konten wie Windows Live, Google, Facebook und Ähnlichem deaktiviert wird, kann die Akkulaufzeit verlängert werden. Auch das Abschalten des GPS-Empfängers spart wertvollen Akkustrom.

Windows Phone 7 kennt keinen USB-Laufwerksmodus

Windows Phone 7 bietet keinen USB-Laufwerksmodus, um direkt auf den integrierten Flash-Speicher zuzugreifen. Es ist also nicht möglich, einfach per Drag-and-Drop Dateien auf das Gerät zu kopieren. Bei der Treiberinstallation unter Windows wird einem dabei der Download der Zune-Software angeboten. Über das Internet muss dann das rund 62 MByte große Installationsarchiv heruntergeladen werden. Vor der Softwareinstallation muss das Smartphone zunächst vom Computer abgestöpselt werden und nach der Zune-Installation war ein Windows-7-Neustart fällig.

Mit der Zune-Software können Videos, Musik und Fotos per USB-Verbindung auf das Mobiltelefon übertragen werden. Anruflisten, Mitteilungen, die Daten aus Adressbuch und Kalender oder die installierten Applikationen werden nicht in der Zune-Software als Backup abgelegt. Für Mac OS X ist bislang nur eine Betaversion der Sync-Software erschienen. Wann eine finale Version für Mac OS X erscheint, ist nicht bekannt.

In der Zune-Software bestimmt der Nutzer, welche Verzeichnisse für die Synchronisation beobachtet werden. Dabei hat der Nutzer die Möglichkeit, Elemente aus der Synchronisation auszuschließen, so dass nicht immer alle Daten übertragen werden. Wenn etwa nur ein Teil der Musiksammlung auf das Mobiltelefon gebracht werden soll, ist das so möglich, ohne ein zweites Verzeichnis für die Musik anlegen zu müssen.

WLAN-Synchronisation

Mit der Zune-Software kann die Synchronisation auch per WLAN erfolgen, die entsprechende Option muss aber erst aktiviert werden. Nach der Aktivierung der Option werden dann weitere Gerätetreiber installiert. Die WLAN-Synchronisation ist allerdings an Voraussetzungen gekoppelt, die nicht sehr glücklich gewählt sind. Generell kann die WLAN-Synchronisierung nicht manuell gestartet werden. Der WLAN-Austausch startet erst, wenn das Mobiltelefon mindestens zehn Minuten am Ladekabel hängt.

Nach Ablauf dieser Wartezeit startet der Datenaustausch automatisch. Die Zune-Software muss dazu nicht laufen, der entsprechende Dienst läuft auf dem Windows-Rechner im Hintergrund. Sobald das Mobiltelefon vom Ladekabel gezogen wird, unterbricht das die WLAN-Synchronisierung ohne Rückmeldung. Dann heißt es, erneut zehn Minuten warten, bis die WLAN-Synchronisation erneut gestartet wird. Verwirrend: Auf dem Mobiltelefon gibt es keinen Hinweis darauf, dass gerade Daten synchronisiert werden. Das Gerät kann beim Datenaustausch ohne Einschränkungen verwendet werden.

Preis und Verfügbarkeit

Eigentlich wollte die Telekom das HTC 7 Mozart Ende Oktober 2010 schon auf den Markt bringen. Nun kommt es doch erst am 3. November 2010 in den Handel. Die Telekom hat den Gerätepreis ohne Vertrag bislang nicht verraten, nach Angaben des Herstellers kostet das HTC 7 Mozart ohne Vertrag 510 Euro. Bei Abschluss eines Mobilfunkvertrages bei der Telekom kostet das Gerät je nach gewähltem Tarif zwischen 1 Euro und 100 Euro.

Fazit

Microsofts Neustart im Smartphone-Markt wurde mit viel Spannung erwartet und entpuppt sich nun als herbe Enttäuschung. Der neuartige Kachelansatz bringt kaum Vorteile bei der Bedienung. Aus der Idee hätte Microsoft mehr herausholen müssen, um damit andere Smartphone-Betriebssysteme das Fürchten zu lehren. Negativ sind auch die beiden verschiedenen Bedienkonzepte, die sich in Windows Phone 7 wiederfinden.

Eine Zumutung ist der mobile Internet Explorer, der dem Nutzer zu viele Kompromisse abverlangt. Nervig, dass dem Mobiltelefon ein Youtube-Client und ein PDF-Reader fehlen und diese erst nachinstalliert werden müssen. Die Ausblendstatusleiste ist zwar ungewöhnlich, bringt dem Anwender aber nur Nachteile.

Positiv ist die hohe Reaktionsgeschwindigkeit von Windows Phone 7, aber dafür muss der Nutzer weitestgehend auf Multitasking verzichten. Nur die Applikationen von Microsoft selbst können derzeit im Hintergrund laufen. Erfreulich ist die mitgelieferte Office-Applikation, aber der Kalender weist schon wieder zu viele Mängel auf. Auch der Verzicht auf Speicherkartensteckplatz, USB-Laufwerksmodus und Copy-and-Paste-Funktion macht Windows Phone 7 nicht attraktiv. Neue Impulse liefert Windows Phone 7 für den Smartphone-Markt nicht, Microsoft integriert vor allem das, was die Konkurrenz vorgelegt hat.

Versuch der Entschlüsselung des Phänomens Stuttgart21

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 Über die Schwaben, sorry ich meine natürlich die StuttgarterInnen, gibt es ja, wie für die Einwohner jeder Region eine Vielzahl von Vorurteilen, die ich gar nicht alle wiederholen möchte. Aber: Auch wenn Carlo Schmid ein Stuttgarter ist, so einen richtigen Namen als Ort zivilgesellschaftlichen Engagements hat sich Stutgart bislang nicht gemacht. Und bei Montagsdemos denke ich doch zunächst an die vielen hunterttausenden Mutigen, die mit Ihrem Friedlichen Protest im Herbst 1989 die SED-Diktatur ins Reich der Geschichte verbannt haben.

Und nun gibt es  jeden Montag in Stuttgart Demos. Wegen eines Bahnhofes. Offen gesagt; Ich bin kein Verkehrspolitiker und kein Fachman in Fragen des Internationalen Schienverkehr. Es gibt für den Bau von Stuttgart21 eine Vielzahl valider Arrgumente. Eine Vielzahl von Fachleuten und Politikern von Schwarz bis Rot haben sich mit diesem Projekt auseinandergesetzt und positiv bewertet. Ebenso wurde ein ordnungsgemäßes Flanfeststellungsverfahren durchgeführt, über 11.000 Einwendungen geprüft. Die Fragen, die hinter diesem Projekt stehen, sind zu komplex, als dass sich auch ein überdurchschnittlich Intelligenter Mensch in wenigen Tagen ein kompetentes urteil erlauben kann, wenn er nicht beruflich mit dieser Materie beschäftigt. So enbehrt die Kritik deR S21 Gegner in vielen Fällen einer sachlichen Grundlage, auch wenn mann nach im guten Glauben Gehörtes als alleine selig machende Wahrheit weitertransportiert.