China – eine aufstrebende Weltmacht

lautete das Thema des vierten Jour fixe des ASP München (www.asp-muenchen.de) , ,der Fahrgaststätte “Alter Wirt” in Forstenried am 08. November 2010 geführt wurde. Die Vorsitzenden der Senioren-Union, Herbert Arm, und des ASP München-Süd, Klaus Coenen, konnten über 50 Zuhörer begrüßen, die an diesem Abend einem lehreichen und spannenden Vortrag von Prof. Dr. Ortwin Buchbender aus Bad Müstereifel beiwohnen konnten.

Prof. Dr. Buchbender konzentrierte sich auf die wirtschaftlichen  Aspekte der aufstrebenden Volksrepublik und trug zusammengefaßt folgende Fakten vor:

China bleibt auch im weltwirtschaftlichen Maßstab eine ernstzunehmende Größe. Als (noch) drittgrößte Volkswirtschaft, drittgrößte Handelsnation  und mit rund 2,4 Billionen US-Dollar den weltweit höchstenDevisenreserven ist China neben Japan entscheidende Wirtschaftsmacht in der Region. Ausländische Unternehmen investierten 2009 wegen der Wirtschaftskrise rund 2,6 Prozent weniger in China als 2008, dennoch sind Direktinvestitionen nach China mit 90 Milliarden immer noch auf hohem Niveau. Die Volksrepublik war damit neben den USA das weltweit attraktivste Zielland für Direktinvestitionen. Umgekehrt investierten chinesische Unternehmen im Ausland im Jahr 2009 rund 43,3 Milliarden US-Dollar und damit 6,5 Prozent mehr** als im Jahr 2008.

Zum Außenhandel führte er aus, daß Chinas Volkswirtschaft eng mit er Weltwirtschaft verflochten ist, wobei dem Außenhandel eine entrale Rolle zukommt Auch 2009 hat China den dritten Platz derrößten Handelsnationen der Welt inne behalten. Aufgrund der lobalen Wirtschaftskrise hat der chinesische Außenhandel an ynamik verloren.

Ein- und Ausfuhren haben 2009 um rund 14 Prozent abgenommen. 2008 waren es noch plus 18 Prozent und in den drei Jahren davor jährlich rund plus 23 Prozent. Das Außenhandelsvolumen fiel 2009 um minus 13.9 Prozent von 2.562 MilliardenUS-Dollar 2008 mit 355 Milliarden auf 2.207 Milliarden US-Dollar. Der Handelsbilanzüberschuss fiel um 34 Prozent auf 196,1 Milliarden US-Dollar.

Im Jahr 2009 brachen die chinesischen Exporte um 16 Prozent von 1.430

Milliarden auf 1.202 Milliarden US-Dollar ein, vor allem wegen der geringeren Nachfrage seitens der größten Handelspartner EU (-19 Prozent) USA (-13 Prozent), Japan (-16 Prozent) und Südkorea (-27 Prozent).

Dennoch hat China Deutschland als Exportweltmeister abgelöst. China exportierte vor allem elektrische und mechanische Maschinen und Geräte, Bekleidung sowie Eisen- und Stahlerzeugnisse. Knapp die Hälfte der Exporte gingen in die EU (16 Prozent), USA (13 Prozent), Japan und Südkorea (11 Prozent).

Zur aktuellen Situation trug er vor, daß rund zwei Drittel der chinesischen Exportgüter von circa 300.000 ausländisch investierten Unternehmen hergestellt werden.Die Importe fielen um gut 11 Prozent auf 1.005 Milliarden US-Dollar.Verantwortlich hierfür waren unter anderem hohe Lagerbestände zu Jahresbeginn und geringere chinesische Nachfrage nach Vorprodukten. Hierunter litten vor allem die regionalen Handelspartner wie Japan (-13 Prozent), Südkorea (-9 Prozent) sowie die ASEAN Staaten insgesamt (-9 Prozent). Gut ein Drittel der Importe stammen aus Japan (13 Prozent), Südkorea (10 Prozent) und Taiwan (9 Prozent). Knapp ein Fünftel kommt aus der EU (13 Prozent) und den USA (8 Prozent). Importiert wurden vor allem Maschinen und Geräte, Treibstoffe und Öle, optische Geräte, Rohstoffe, Kunststoffe und chemische Erzeugnisse.

Es folgten interessante Zahlen zum EU/China-Handel. Seit dem Beginn der Öffnungspolitik 1978 hat sich der europäisch-chinesische Handel mehr als verdreißigfacht. Er betrug 2008 rund 426 Milliarden USD. Die EU-27 ist mit einem Anteil von 17 Prozent am chinesischen Außenhandel größter Handelspartner Chinas und viertgrößter ausländischer Investor in China. Aus EU-Sicht ist China der zweitgrößte Handelspartner nach den USA. Die EU ist Chinas größter Technologie-Lieferant.Durch den WTO-Beitritt wurden die Zölle abgesenkt, der Marktzugang für europäische Firmen verbessert und zahlreiche – aber bei weitem nicht alle – nicht-tarifären Handelshemmnisse abgebaut. Die Umsetzung der mit dem WTO-Beitritt verbundenen Regelungen bildet weiterhin einen Schwerpunkt des wirtschaftspolitischen Dialogs zwischen der EU und China. Insbesondere die Durchsetzung der Gesetze zum Schutz geistigen Eigentums in China bedarf weiterer Verbesserungen.

Dem mit großem Applaus aufgenommenen Vortrag folgte eine lebhafte und ange Diskussion. Hier sei Prof. Dr. Buchbender nochmals für seine Bereitschaft, bei Senioren und ASP zu sprechen, gedankt. (Victor Fuchs)

One thought on “China – eine aufstrebende Weltmacht

  1. Hallo Viktor,

    leider habe ich keine andere Möglichkeit als diesen Kommentar gefunden, um Ihnen zu schreiben.

    Ich würde Sie gerne auf unsere Homepage Paperblog (http://de.paperblog.com) aufmerksam machen. Wir möchten mit unserem Projekt ein alternatives Online-Medium aufbauen, indem wir die besten Artikel von Blogs zusammenstellen und veröffentlichen.

    Ich kann mir gut vorstellen, dass Ihre Beiträge eine Bereicherung für unsere Leser wären und würde mich freuen, wenn Sie sich als einer unserer Autoren einschreiben.

    Bei Fragen oder Anmerkungen schreiben Sie mir gerne eine Email!

    Herzliche Grüße,
    Johanna

    johanna@paperblog.com

Leave a Reply