Vorsicht bei Werbung mit Olympia

Die Juristin Svenja Hartmann von der IHK MÜnchen rät Unternehmen von Versuchen ab, die laufenden Olympischen Sommerpiele, die vom 27. Juli bis zum 12. August 2012 in London stattfinden, noch kurzfristig für Werbezwecke zu verwenden. „Wer das ohne Genehmigung von IOC und DOSB versucht, wird mit hoher Wahrscheinlichkeit teuer dafür bezahlen. Grund ist das ‚Gesetz zum Schutz des olympischen Emblems und der olympischen Bezeichnungen’ (OlympSchG), das jede kommerzielle Nutzung der Begriffe „Olympiade“, „Olympia“, „olympisch“ oder Olympische Spiele sowie deren Symbole untersagt“, erklärt die IHK-Juristin. Abgestraft würden sogar Versuche, mit Symbolen und Begriffen zu werben, die den geschützten Originalen ähneln. Glück hatte im Jahr 2004 anlässlich der Olympischen Spiele in Athen ein Tabakkonzern mit einer Anordnung von Zigarettenschachteln, die an die Olympischen Ringe erinnert mit der Textzeile: „Die Ringe sind schon in Athen“. Nach Klage des damaligen Nationalen Olympischen Komitees drohte dem Konzern eine Strafzahlung von 500.000 Euro. Das Landgericht Darmstadt wehrte diese Forderung jedoch ab mit der Begründung, das OlympSchG sei verfassungswidrig. „Es ist unwahrscheinlich, dass andere Landgerichte diese Auffassung teilen. Sicher ist dagegen, dass der DOSB gegen ähnlich Verstöße rigoros vorgeht“, erklärt Hartmann. Wer dennoch mit Slogans wie „Olympia-Rabatt – 20% auf alle Sportartikel“ werben wolle, sollte dies nur nach vorheriger anwaltlicher Beratung tun. Nähere Informationen gibt es auf der IHK-Internetseite.

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