Kurzer Text, Bilder, keine Videos: Was Postings auf Facebook viral macht

Es ist schon alles gesagt, nur nicht von jeden. Das Uralte Zitat von Karl Valentin scheint die social-media Strategie mancher Unternehmen zu sein “Wir müssen da jetzt auch was machen in diesem Social-Media-Dings”, lautet dann oft das Motto dahinter. Man könnte es auch Aktionismus nennen. Oder Verzweiflung. Konzeptlosigkeit trifft es aber besser. Denn jedes Netzwerk hat so seine eigenen Regeln und Eigenarten, was interessiert, was gemocht und vor allem – was weitergeleitet wird.
Oder wie man im Fachjargon sagt: was viral funktioniert. Eine neue Studie der Agentur Knallgrau in Zusammenarbeit mit der FH Joanneum hat das jetzt für Facebook untersucht. Mehr als 100 Facebook-Fanseiten von B2C-Unternehmen aus dem deutschsprachigen Raum wurden dazu ausgewertet, insgesamt waren das 2324 Postings.
•    Der durchschnittliche Viralitätsfaktor von Facebook-Postings liegt bei 0,23 Prozent.
•    Die Viralität von Bildern liegt um rund 70 Prozent höher als bei Text.
•    Postings mit Videos erzielen 85 Prozent niedrigere Viralitätswerte.
•    Postings mit Links ebenfalls: Minus 88 Prozent.
•    Facebook-Umfragen dagegen weisen einen um 139 Prozent höheren Viralitätsfaktor auf.
Spannend, oder? Bilder ja, Videos nein – das ist ein recht überraschendes Ergebnis. Ebenso, dass die Statusmeldungen drei Zeilen nicht überschreiten sollten, wie etwa auch die folgende Infografik zeigt. Studien zu den Bestzeiten gab und gibt es zwar immer wieder. Da hierbei aber vor allem Unternehmensseiten analysiert wurden, ist es interessant, dass die Viralität für deren Einträge besonders hoch zwischen 11 und 12 Uhr beziehungsweise zwischen 19 und 20 Uhr ist – also nach Feierabend. Beim “klassischen” Email-Marketing sind die Werte übrigens ähnlich. Und immer noch gilt die alte Weisheit: AUf den Inhalt (neudeutsch Content) kommt es an…

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