Test: Im Vergleich mit dem Edel-Reader Kindle Voyage hält sich der zweite Tolino Vision wacker.

Tolino Vision 1 und Vision 2

Der neue Tolino Vision 2 (rechts im Bild) macht auch optisch eine bessere Figur als sein Vorgänger

Zwei wichtige Neuerungen bringt der Tolino Vision 2 im Vergleich zum Vorgänger mit: Der nun für 149,90 € unter anderem bei Thalia und Hugendubel erhältliche Reader ist wassergeschützt. Man kennt das von Tablets und Smartphones von Herstellern wie Sony und Samsung. Das Gadget übersteht also den Fall in die Badewanne und feuchte Taschen im Regen. Ausserdem hat die Tolino-Allianz eine Funktion entwickeln lassen, die sie tap2flip nennt: Man kann durch Antippen der Rückseite umblättern. Das ist fürs einhändige Lesen praktisch. Allerdings muss man sich daran gewöhnen. Und mit kleinen Händen bleibt es schwierig.

Das Display des Tolino Vision 2 ist mit 1024 x 758 Bildpunkten und 212 ppi hervorragend. Übertroffen wird es nur vom Bildschirm des Edel-Readers Kindle Voyage. Amazon verlangt für diesen allerdings mindestens 189,00 €. Der grösste Web-Versandhändler verbaut dafür ein Display mit 1440 x1080 Pixeln (300 ppi) und mit Sensoren neben dem Bildschirm, die beim Umblättern ein kurzes Feedback geben. Ein weiteres Abgrenzungsmerkmal ist die Möglichkeit, die Helligkeit automatisch regulieren zu lassen.

Was die Dienste anbelangt, hat Amazon etwa die Flatrate Prime und die Family Library, also das Teilen von Büchern über mehrere Accounts, im Angebot. Dafür ist der zweite Tolino Vision wie gehabt offener gehalten – etwa für den Einkauf in anderen Online-Shops. Einzigartig ist die Die Telekom HotSpot Funktion. Sie bietet auf Tolino Vision 2 an nahezu 40.000 HotSpots kostenlosen WLAN-Zugang. Man kann also an zahlreichen Bahnhöfen, Flughäfen oder Cafés im eBook-Shop nach sich mit neuem Lesestoff ganz ohne zusätzlichen PC versorgen. Amazon bietet sein Flagschiff mit einer auch mit einer kostenlosen 3G Funktion, dies ist natürlich bequemer, funktioniert auch im Ausland, ist jedoch mit 249,00 € auch wesentlich teurer

Fazit

Der Tolino Vision ist kein Reader für Einsteiger. Für den Aufpreis bekommt man aber sinnvolle Neuerungen. Bei tap2flip sollten die Entwickler nachbessern. Markt- und Innovationsführer im eBook Segment bleibt jedoch Amazon.

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