Nachhaltigkeit: Die “Cyber-Ökos” kommen. Fünf Apps für den nachhaltigen Einkauf

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Die App “Get Neutral” informiert darüber, wie groß der CO2-Ausstoß bei mittlerweile über 100.000 Produkten ist

Technischer Fortschritt und Ökologie werden werden in der Öffentlichkeit zunehmend nicht mehr als Gegensatz betrachtet. Auch das Thema Nachhaltigkeit wird in Zukunft immer mehr durch die digitale Brille betrachtet werden. Grüne Nerds, nennen wir Sie einmal Cyber-Ökos, sind fest davon überzeugt, dass smarte Technologien für eine bessere Zukunft sorgen werden. In den USA setzen Cyber-Ökos bereits vermehrt digitale Hilfsmittel ein, um mehr über Ökologie zu lernen und ihre “grünen” Erfahrungen besser mit anderen teilen zu können, wie Zahlen der GfK belegen (“Green Gauge”, 2012). Auch dieser Trend wir bald den Weg über den Atlantik finden.

Einige der zentralen Erkenntnisse aus dieser Untersuchung:

• 29 % der Smartphone-Nutzer benutzen Apps, um die negativen ökologischen Auswirkungen ihres Alltagslebens zu reduzieren.

• Bei den 18- bis 22-Jährigen kam es im Vergleich zur vorherigen Studie zu einem deutlichen Anstieg (+44 %), wie auch bei den 23- bis 32-Jährigen (+38 %). Apps, die das Mobilitätsverhalten optimieren oder helfen, den Energieverbrauch in den eigenen vier Wänden zu verstehen und zu verbessern, wurden am häufigsten nachgefragt.

• Soziale Netzwerke haben ebenfalls einen positiven Einfluss auf ein nachhaltiges Verhalten: 18 % der Befragten beziehen ihre “grünen” Infos aus der Social-Media-Welt. Weitere 33 % nutzen soziale Netzwerke als eine Nebeninformationsquelle.
Trendaussichten

Entscheidend für eine nachhaltige Zukunft wird sein, die bereits bestehenden Möglichkeiten der fortschreitenden Digitalisierung zu nutzen. Öko, bio & Co. bahnen sich erst dann den Weg ins nächste ökologischen Level, wenn das soziale, kommunikative und interaktive Potenzial der Digitalisierung besser genutzt wird, um den ökologischen Alltag der Menschen zu verändern .

Apps für mehr Ökologie

Die digitale Welt bietet bereits heute eine Vielzahl von mobilen Anwendungen, die, gefüttert mit immer mehr Daten aus dem Alltag, Konsumenten zu einem neuen Umweltverhalten bewegen können.

Diese Apps sind im Apple Store und bei Google Play kostenfrei verfügbar:

Die Barcoo-App ist der derzeit wohl bekannteste digitale Einkaufsbegleiter. EAN-, QR-Codes oder ISBN-Nummern – “Barcoo” kann sie alle scannen und liefert so jederzeit zu jedem Produkt Testberichte und Informationen zur Ökobilanz.

Die App Erntefrisch ist ein simpler und genialer Saisonkalender, der als ständiger Einkaufsbegleiter hilft, das Einkaufs- und Kochverhalten auf die natürliche und regionale Verfügbarkeit von Lebensmitteln abzustimmen.

Fair Fashion 2.0 hingegen informiert Modebegeisterte darüber, wie nachhaltig und fair der Produktionsprozess von verschiedenen Modemarken ist. CO2-Footprint visualisiert den Usern, wie viele Bäume gepflanzt werden müssten, um den CO2-Ausstoß, der bei deren Mobilitäts-, Ernährungs- und Energieverhalten entsteht, wieder auszugleichen.

Auch die App Get Neutral informiert darüber, wie groß der CO2-Ausstoß bei mittlerweile über 100.000 Produkten ist.

Der WWF-Fischratgeber klärt darüber auf, welche Fischbestände überfischt oder von Überfischung bedroht sind. Grundlage für die Anwendung ist eine vom WWF mit weltweiten Informationen gefütterte Datenbank.

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