Wieder Betrug bei Bio Lebensmitteln?

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Tempora mutantur. Lange Zeit wurden Bio Märkte primär von “Grünen” besucht, denen zum eine gesunde Ernährung wichtig war und die auch über das nötige Kleingeld verfügten. Zwischenzeitlich ist das Thema “Bio” auch bei den Discountern angekommen.

Auch weniger betuchte Konsumenten wollen und können sich heute bewusster mit nachhaltig produzierten Produkten ernähren. Dies ruft leider auch Geschäftemacher auf den Plan. In der Münchner Nymphenburgerstr. gibt es einen Biomarkt. Gegenüber einen Discounter. Bei beiden gab es vor einiger Zeit die vom gleichen Produzenten erzeugten Biotomaten. Mit dem Unterschied, dass der Biomarkt gut die Hälfte teurer war. Das ist zwar ärgerlich aber nicht kriminell, doch nicht nur Gelegentlich werden konventionell hergestellte Produkte als “Bioware” verkauft:

Gegen einen der größten deutschen Bio-Eier-Produzenten, den Erzeugerzusammenschluss Fürstenhof bei Rostock wird wegen Betrugs ermittelt, wie der “Spiegel” berichtet. Demnach sollen nicht alle Hühner den in der EU-Ökoverordnung vorgeschriebenen Auslauf von vier Quadratmetern pro Tier gehabt haben. Ihre Eier wären deshalb keine Öko-Eier, und die etwa 15 Cent die jedes Bio-Ei teurer ist, wären zu Unrecht kassiert worden. Für einen gängigen Stall mit 24.000 Hühnern bringe dies einen illegalen Gewinn von knapp einer Million Euro.

Laut “Spiegel” ermittelt die Staatsanwaltschaft Rostock gegen gegen vier von insgesamt über einem Dutzend Fürstenhof-Betrieben, die zusammen gut 80 Millionen Eier im Jahr produzieren. Auch gegen Geschäftsführer Friedrich Behrens werde ermittelt.

Bereits im vergangenen Jahr war Behrens in einen Schwindel mit Öko-Eiern verstrickt. Dass damals nur ein paar kurze Vermarktungsverbote und Geldstrafen verhängt wurden, erklärten sich die Rostocker Ermittler nun damit, dass der Auslauf-Schmu offenbar über Jahre von den Kontrolleuren durchgewinkt wurde: Es gebe Anhaltspunkte dafür, dass Ausläufe nie richtig vermessen und Bestände nie gezählt worden seien.

Verbraucher können solche Machenschaften kaum durchschauen, hier sind die Behörden in der Pflicht, mit noch mehr Kontrollen dafür zu sorgen, dass diesen “Schwarzen Schafen” konsequent das Handwerk gelegt wird.

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