Vernetztes Wohnen

VernetztesWohnenSmart Living, Connected Home, Intelligentes Wohnen – drei Begriffe, die ein neues Feld zukünftiger Haus- und Wohnungstechnik beschreiben

An der Vernetzung ihres Zuhauses mit Smart-Home-Lösungen haben rund 40 % der deutschen Haushalte „großes Interesse“, ergab eine Studie der Nürnberger Gesellschaft für Konsumforschung (GfK)*. Damit die neu vernetzte Welt Wirklichkeit wird, benötige die Wohnungswirtschaft allerdings eine „leistungsfähige digitale Infrastruktur“, hebt Axel Gedaschko, Präsident des GdW Bundesverband deutscher Wohnungs und Immobilienunternehmen e.V., hervor. Bei einem konsequenten Ausbau des Breitbandnetzes rechnet das Beratungsunternehmen Deloitte schon für das Jahr 2020 mit einer Million Haushalte, in denen vernetztes Wohnen eingerichtet wird.

Vernetztes Wohnen teilt sich in 4 große Anwendungsbereiche auf:

Smart Metering: Intelligente Zähler, mit denen die Energieerzeuger Verbrauchsmessungen vornehmen und die ihnen eine intelligente Netz- und Ressourcensteuerung ermöglichen.

Sub Metering: Automatisierte und zeitnahe Erfassung von Verbrauchsdaten wie Gas, Wasser und Wärme ohne kostenintensive Handablesung vor Ort sowie die effektive Überwachung eigener Fotovoltaik- und Heizungsanlagen. Die zentral gesammelten Daten erleichtern und beschleunigen dann die Erstellung von Betriebs- und Nebenkostenabrechnungen, die zudem einfacher im Unternehmen, z.B. einer Hausverwaltung oder einem Wohnungsunternehmen, direkt erfolgen kann und nicht mehr an externe Dienstleister ausgelagert werden muss.

Sicherheit und Komfort: Bewohnernahe Einsatzmöglichkeiten von Haus-, Wohnungs und Kommunikationstechnik. Beispiele sind die Steuerung von Rollläden, Licht-, Steckdosen und Multimedia-Systemen oder von Heizungen. Hier entwickelt sich ein Massenmarkt mit einfachen, standardisierten Lösungen, die Bewohner häufig in Eigenregie kaufen und installieren. Hinzu kommen Techniken zum Schutz von Wohnung und Eigentum wie beispielsweise Kamerasysteme, die etwa über Smartphones ferngesteuert werden, Alarm bei unbefugtem Eindringen geben und einen aktuellen Blick in die Wohnung ermöglichen.

Ambient Assisted Living (AAL): Systeme, mit denen ältere Menschen unterstützt werden, um ihnen ein möglichst langes Leben in ihrer vertrauten Umgebung zu ermöglichen. Technische Lösungen sind etwa Notrufsysteme.

Für die drei Bereiche Sub Metering, Komfort und AAL ist eine Infrastruktur in Form eines leistungsfähigen Netzes zwingend erforderlich. Beispiel Sub Metering: Per Breitbandkabel werden die im Objekt erfassten Daten ins Internet zu den Wohnungsunternehmen weitergeleitet.

* Quelle: www.gfk.com/de/Documents/GfK_Die_Zukunft_von_Smart_Home_Studiendesign_und_Inhalte_German_Version.pdf

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