Wie Schulen von der Digitalisierung profitieren: Erkenntnisse aus Norwegen

EdTech ist ein Sammelbegriff für das Lernen mit digitalen Mitteln. Darunter fallen beispielsweise die Unterstützung des Unterrichts durch Plattformen, Learning-Management-Systeme oder Blended-Learning-Ansätze. In Deutschland steckt dieser Ansatz noch in den Kinderschuhen, in Norwegen sind die Schulen laut einer Recherche der Strategieberatung LSP Digital schon deutlich weiter.

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Das Bildungssystem des Landes gilt als vorbildlich. Im Vergleich zu Deutschland ist die Korrelation zwischen dem Einkommen der Eltern und ihren Kindern deutlich niedriger. Auch bei EdTech sind die Norweger weiter. So gibt es zahlreiche etablierte Anbieter im Markt wie Conexus, itslearning oder Kikora. Und Die Bildungsinstitutionen nutzen das: Alle Schulen im Land beteiligen sich an Online-Umfragen zu Unterrichtsqualität, Wohlbefinden und Lernmotivation. 86 Prozent nutzen Big-Data-Tools zur Optimierung von Organisation und Unterricht.

Bayern: Auf Druck der GRÜNEN wurde staatliches Lohndumping beendet

DownloadAuf Druck der Landtags-Grünen hebt die CSU-Regierung das „skandalös niedrige Gehalt“ von VolontärInnen an staatlichen Kultureinrichtungen an. „Endlich hat das Lohndumping in staatlicher Verantwortung von Volontariaten ein Ende“, erklärt der kulturpolitische Sprecher Dr. Sepp Dürr.

Eine grüne Anfrage zu den ‚Arbeitsbedingungen von Volontärinnen und Volontären im staatlichen Kulturbereich‘ im April 2015 brachte ans Licht, dass wissenschaftliche Volontariate zum Teil unter dem Mindestlohn bezahlt werden – obwohl oftmals der Abschluss einer Promotion vorausgesetzt wird. „Mit einer fairen Entlohnung hat das nichts zu tun“, so Sepp Dürr. „Hier wurden hochqualifizierte junge Leute schamlos ausgenutzt – und das unter staatlicher Verantwortung.“

Ein grüner Antrag forderte die CSU-Regierung auf, diesen Missstand zu beheben. Offenbar mit Erfolg, denn, so erklärt das Kultusministerium in einem aktuellen Bericht, wissenschaftliche Volontariate werden an den staatlichen Kultureinrichtungen künftig – wie von den Landtags-Grünen beantragt – in der Höhe eines halben Gehalts der Entgeltgruppe 13 TV-L vergütet. „Für einzelne Betroffene sind das knapp 500 Euro mehr im Monat“, so Sepp Dürr. Das sei ein wichtiger Schritt zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen von Volontärinnen und Volontären. „Wir erwarten allerdings, dass die CSU-Regierung alle staatlich Beschäftigten künftig auch ohne den Druck der Opposition angemessen und fair bezahlt.“

Digitaler Offenbarungseid: Deutschland liegt beim schnellen Internetzugang auf Platz 22

Deutsche sind im Internet vergleichsweise langsam unterwegs. Laut der aktuellen Ausgabe des State of the Internet Reports von Akamai liegt die Bundesrepublik im Ranking der Länder mit dem schnellsten Internetzugang derzeit auf Platz 22 (12,9 Mbit/s).

infografik_1064_top_10_laender_mit_dem_schnellsten_internetzugang_nDas ist immerhin eine spürbare Verbesserung gegenüber dem Vorjahr. Im vierten Quartal 2014 reichte es nur für Platz 29 (8,8 Mbit/s). An der Spitze steht – wie gewohnt – Südkorea (26,7 Mbit/s). Aber auch in Europa kann in vielen Ländern deutlich schneller gesurft werden als hierzulande. Am schnellsten in Europa sind  Schweden (19,1 Mbit/s) und Norwegen (18,8 Mbit/s), die auf Platz zwei und drei im Ranking liegen.

FILMTIPP “UNSERE WILDNIS”

FilmplakatUNSERE WILDNIS ist eine poetische Chronik unseres Lebensraums und eine Hymneauf die Mysterien der Natur. Vom Fuchsbau tief im Wald bis zu den im Laufe der Jahre immer größer werdenden Ansiedlungen der Menschen zeigt UNSERE WILDNIS den Zauber sowie die unglaubliche Vielfalt des Lebens und weckt Hoffnung auf ein friedliches Miteinander aller Geschöpfe auf diesem Planeten.

Nach den Publikumserfolgen „Unsere Ozeane”, „Nomaden der Lüfte” und „Mikrokosmos” begeben sich Jacques Perrin und Jacques Cluzaud mit ihrer Dokumentation auf eine Entdeckungsreise durch Europa und die Jahrtausende. Ebenso einzigartige wie beeindruckende Bilder unseres Kontinents und seiner Bewohner sind dabei entstanden, die den Zuschauer in ihren Bann ziehen und deren atemberaubende Schönheit man nicht so schnell vergisst.

Der Schauspieler Sebastian Koch („The Danish Girl”, „Bridge of Spies”, „Das Leben der Anderen”) übernimmt die Rolle des Erzählers in der deutschen Fassung.

Mehr Informationen zum Film: http://www.unsere-wildnis.de/

OECD Studie: Deutschland ist Vorreiter beim Recycling

Laut Daten der OECD ist Deutschland Vorreiter im Recycling. Rund 65 Prozent der Siedlungsabfälle werden hierzulande wiederverwertet. Auch Österreich kommt auf gute 58 Prozent, die Schweiz erreicht 51 Prozent. Frankreich und die USA hinken mit 38 Prozent beziehungsweise 35 Prozent noch deutlich hinterher.

Anteil des recycelten Mülls am Siedungsabfall in Prozent.

Anteil des recycelten Mülls am Siedungsabfall in Prozent.

Seit dem Inkrafttreten des Kreislaufwirtschaftsgesetzes (KrW-/AbfG ) hat Deutschland diese Vorreiterrolle in Europa inne. Das KrW-/AbfG ging in Sachen Vermeidung, Verwertung und Abfallbehandlung weit über die damals noch dürftigen Vorgaben der Europäischen Union hinaus. Vor allem die erstmals im deutschen Abfallrecht verankerte Produzentenverantwortung (ein Vorläufer war die Verpackungsverordnung) mit ihren Rücknahmeverpflichtungen hat die europäische Umweltgesetzgebung inspiriertAuslöser der letzten Novelle zum Abfallrecht, jetzt nur noch Kreislaufwirtschaftsgesetz genannt, war das Inkrafttreten einer neuen allgemeinen EU-Abfallrahmenrichtlinie (Richtlinie 2008/98/EG über Abfälle). Bei der Umsetzung der Richtlinie musste der Text des deutschen Abfallgesetzes umfassend überarbeitet werden, nämlich wegen einer in vieler Hinsicht neuen Terminologie der EU-Richtlinie. Es wurden neue Begriffe eingeführt, bekannte Begriffe neu definiert. So wird nur noch die stoffliche Verwertung als Recycling bezeichnet. Aus dem Umfang der neuen Gesetzestexte darf nicht auf eine Vielzahl von Veränderungen des materiellen Rechts geschlossen werden. Das Gegenteil ist der Fall. Wo die Novelle das deutsche Abfallrecht fortentwickelt, geht es fast immer darum, das Abfallwirtschaftssystem zu optimieren . Europäisches und deutsches Abfallrecht sind also nicht vollständig deckungsgleich. In der Regel stellt Deutschland strengere Anforderungen, auch weil hier die Abfallwirtschaft schon weiter entwickelt ist, als in anderen Mitgliedsstaaten. Natürlich wird auch in diesem Fall bei der einen oder anderen Vorschrift darüber gestritten, ob die nationale Gesetzgebung die Vorgaben der EU vollständig umsetzt.