1323 Elektroautos wurden im Januar 2017 in Deutschland zugelassen, über 10.000 Anträge auf Umweltbonus

Genau 1.323 Elektroautos wurden im Januar neu zugelassen, meldet das KBA. Damit startet das neue Elektro-Jahr schwungvoll mit einem satten Plus von 177,4 Prozent gegenüber dem sehr schwachen Vorjahresmonat. Der Anteil der Elektroautos an den PKW-Gesamtzulassungen  (241.399 Fahrzeuge) ist jedoch mit 0,5 % immer noch verschwindend gering.

Bild: Tesla

Mit 151 Neuzulassungen konnte Tesla einen (zumindest auf dem Papier) imposanten Zuwachs von 287,2 % verbuchen. Derweil sind bis zum 31. Januar 10.835 Anträge für den Umweltbonus beim zuständigen Bundesamt eingegangen. 6.119 Anträge bezogen sich auf reine Elektrofahrzeuge und 4.716 auf Plug-in-Hybride.

 

Klimawandel: Es wird immer wärmer auf der Erde

2016 war das wärmste Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen Ende des 19. Jahrhunderts. Laut Daten der National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA) belief sich die Abweichung von der weltweiten Durchschnittstemperatur des 20. Jahrhunderts im vergangenen Jahr auf 0,94 Grad.

Ursache für den Temperaturrekord ist der Klimawandel. Allerdings dürfte auch der besonders heftige Verlauf des Klimaphänomens El Niño eine Rolle gespielt haben. Forscher gehen davon aus, dass sich die Erderwärmung auch in den kommenden Jahren fortsetzen wird.

McKinsey: Automatisierung In China droht der größte Job-Verlust, in Deutschland gut 37 % in Gefahr

Eigentlich könnte die Automatisierung der Traum jeder Gesellschaft sein, denn dort, wo die Automaten die lästige Arbeit verrichten, gibt es mehr Freizeit. Aus rein wirtschaftlicher Sicht macht es auch Sinn, denn die Automation ist Rationalisierung und Kostenersparnis. Das Problem ist natürlich, dass Automaten Arbeitsplätze kosten. Wie die Grafik von Statista zeigt, könnten in China die meisten Stellen wegfallen. Laut einer Schätzung der Unternehmensberatung McKinsey könnten aber auch hierzulande gut zwölf Millionen der aktuell 32 Millionen sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätze der Automatisierung zum Opfer fallen.

Quellen: Statista, Frankfurter Allgemeine

Agrarstrukturerhebung 2016: 9 000 landwirtschaftliche Betriebe weniger als im Jahr 2013

ARCHIV - Eine Milchkuh steht am 26.06.2007 auf einer Alpenwiese im Spitzingsee-Gebiet in (Bayern). Verbraucher müssen bereit sein, mehr Geld für bessere Fleischqualität zu bezahlen. Dadurch kann die Weidehaltung von Rindern in Bayern an Bedeutung gewinnen. Foto: Peter Kneffel/dpa (zu dpa «Weide statt Stall fürs Rind - Verbraucher gefordert» vom 19.04.2013) +++(c) dpa - Bildfunk+++

Eine Milchkuh steht am 26.06.2007 auf einer Alpenwiese im Spitzingsee-Gebiet in Bayern. Verbraucher müssen bereit sein, mehr Geld für bessere Fleischqualität zu bezahlen. Dadurch kann die Weidehaltung von Rindern in Bayern an Bedeutung gewinnen. Foto: Peter Kneffel/dpa 

Der Strukturwandel in der Landwirtschaft setzt sich weiter fort, hat sich aber verlangsamt. Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, hat sich die Zahl der landwirtschaftlichen Betriebe zwischen den Jahren 2013 und 2016 um rund 3 % (etwa 9 000 Betriebe) verringert. Zwischen der Agrarstrukturerhebung 2013 und der Landwirtschaftszählung 2010 hatte es noch einen deutlicheren Rückgang von knapp 5 % (– 14 000 Betriebe) gegeben.
Nach vorläufigen repräsentativen Ergebnissen bewirtschafteten im Jahr 2016 in Deutschland 276 000 landwirtschaftliche Betriebe insgesamt rund 16,7 Millionen Hektar landwirtschaftlich genutzte Fläche. Die Größe der Fläche hat sich damit gegenüber den Jahren 2013 und 2010 kaum verändert. Von der landwirtschaftlich genutzten Fläche wurden 71 % als Ackerland, 28 % als Dauergrünland und 1 % für Dauerkulturen genutzt. Neben dem Anbau von Winterweizen (27 % des Ackerlandes) dominierten Silomais (18 %) und Winterraps (11 %) den Ackerbau im Jahr 2016.
Die Anzahl der tierhaltenden Betriebe ist weiter rückläufig. Zum Stichtag 1. März 2016 betrieben knapp 184 000 Betriebe Viehhaltung. Das waren fast 16 000 Betriebe oder 8 % weniger als noch im Jahr 2013. Besonders stark war der Rückgang mit 18 % bei den Schweine haltenden Betrieben. Bei den Tierbeständen zeigen sich dagegen keine großen Veränderungen: Die Rinder- und Schweinebestände sind gegenüber 2013 nahezu konstant geblieben, die Zahl der Schafe ging um 3 % zurück.
Neben sinkenden Betriebszahlen gibt es auch strukturelle Veränderungen bei der Rechtsform der landwirtschaftlichen Betriebe. Zwar wurden nach wie vor mit knapp 89 % die meisten Betriebe (244 000) im Jahr 2016 als Einzelunternehmen (Familienbetriebe) geführt, jedoch sank ihre Anzahl seit 2010 stetig (2010: 273 000, 2013: 256 000). Im Gegensatz dazu nahm die Zahl der Personengesellschaften weiter zu und stieg von 21 000 (2010) über 24 000 (2013) auf mehr als 26 000 Betriebe im Jahr 2016 an. Im gleichen Zeitraum blieb die Zahl der juristischen Personen dagegen mit rund 5 000 Betrieben fast unverändert.
Die Entwicklung bei den Einzelunternehmen spiegelt sich auch in der Zahl der Familienarbeitskräfte wider, die im Vergleich zum Jahr 2013 um knapp 12 % auf 446 000 zurückgegangen ist. Auch die Zahl der Saisonarbeitskräfte war rückläufig (– 9 %). Dahingegen erhöhte sich die Zahl der ständig Beschäftigten leicht um 1 % auf 204 000. Insgesamt ist die Zahl der landwirtschaftlichen Arbeitskräfte seit 2013 um 8 % auf 936 000 Beschäftigte gesunken.

Bayern: Landtags-Grüne kritisieren Rückbaugenehmigung für den Atommeiler Isar 1 „Erst Brennstofffreiheit, dann Abriss“

KKW Isar 1

Die Landtagsabgeordneten Rosi Steinberger und Martin Stümpfig der Grünen Landtagsfraktion kritisieren “die risikoreiche Rückbaugenehmigung für Isar 1”:

„Wir haben dort immer noch 1.700 Brennelemente in einem schlecht geschützten Abklingbecken“, mahnt die niederbayerische Abgeordnete Rosi Steinberger, „ein Abriss vor der Räumung wäre hoch riskant.“

Der atompolitische Sprecher der Landtags-Grünen, Martin Stümpfig, sieht die mit dem nach wie vor gefüllten Lagerbecken verbundenen Gefahren in der Risikobewertung für die Rückbaugenehmigung nicht hinreichend berücksichtigt. „Es werden zwar über 30 nicht unwahrscheinliche Ereignisse aufgelistet – darunter ein möglicher Flugzeugabsturz auf das Lagerbecken. Bei der Berechnung der maximalen Strahlenbelastung für die Umgebung wird der Flugzeugabsturz aber nicht einkalkuliert. Das ist grob fahrlässig“, ärgert sich Martin Stümpfig. Zudem schreibe die Genehmigung dem für den Rückbau verantwortlichen Unternehmen Preußen-Elektra keinen klaren Zeitrahmen vor. „Wann es los geht, bestimmt alleine der Betreiber – damit werden Klage- und Mitwirkungsrechte der Bevölkerung stark eingeschränkt“, so Martin Stümpfig.

Die Landtags-Grünen fordern weiter die Räumung des Lagerbeckens vor Beginn des Rückbaus. Rosi Steinberger: „Erst brauchen wir die Brennstofffreiheit, dann kann der Abriss beginnen. Nur diese Reihenfolge schützt die Bevölkerung vor möglichen Gefahren.“

Deutsche Entwicklungspolitik: Mehr Hilfe für die Subsahara-Staaten

SubsahahraGlobale Herausforderungen wie Klimawandel, Ernährungssicherung, globale Gesundheit und Migration sind nicht von einzelnen Nationen zu bewältigen. Vielmehr verlangen sie nach internationaler Zusammenarbeit, auch und besonders in der Wissenschaft. Es geht dabei nicht um einen Nord-Süd-Transfer von wissenschaftlicher Erkenntnis, sondern darum, einen guten Rahmen für das gemeinsame Erarbeiten von Lösungen zu schaffen. Das schreiben CDU/CSU und SPD in ihrem Antrag (18/10632).
Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) habe 2014 in einem Agenda-Prozess die Afrika-Strategie 2014-2018 gemeinsam mit afrikanischen Partnern erarbeitet. Dabei seien für beide Seiten besonders relevante Forschungsfelder definiert worden, die strategisch vorangetrieben werden sollen. Dazu gehören Umwelt, Bioökonomie, Gesundheit, gesellschaftliche Entwicklung, Ressourcenmanagement, Transformation sowie das Querschnittsthema Innovation. Auch das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), das Auswärtige Amt (AA) und das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) würden strategische Aktivitäten zur Stärkung entwicklungsrelevanter Forschung und Bildung verfolgen. Zu den erfolgreichen Initiativen gehörten hier zum Beispiel die Fachzentren Afrika.
Wichtige Voraussetzung für gute wissenschaftliche Arbeit seien qualifizierte Wissenschaftler und eine leistungsfähige Infrastruktur von Geräten, Laboren und Räumlichkeiten sowie der Zugang zu Fachliteratur und anderen Forschungsressourcen. Sowohl in der Lehre als auch in der Forschung benötigten viele afrikanische Länder Unterstützung beim Aufbau von Kapazitäten. Der Bedarf insbesondere an anwendungsorientierter Hochschulbildung mit praxisnaher Ausbildung sei vorhanden.
Die enge Einbindung deutscher Hochschulen für Angewandte Wissenschaften und der deutschen Wirtschaft im Rahmen von transnationalen Bildungsprojekten wie er bereits an der Deutsch-Jordanischen Hochschule etabliert sei, sei der richtige Ansatz. Dieser müsse nun auch für Deutsch-Ostafrikanische Hochschulen verfolgt werden.
Neben dem weiterhin notwendigen Kapazitätsaufbau, der die Qualität des Wissenschaftsbetriebs in der Breite sicherstellen soll, müsse es zunehmend darum gehen, in Leuchtturmprojekten gemeinsam mit afrikanischen Partnerinstitutionen international konkurrenzfähige Forschung zu betreiben. Dieses Konzept sei eingebettet in die Strategie der Bundesregierung zur Internationalisierung von Wissenschaft und Forschung.
Die Fraktionen aus CDU/CSU und SPD begrüßen in ihrem Antrag die Zielsetzungen der strategischen Ansätze von BMBF, AA, BMZ und BMEL, die afrikanische Interessen und Wissenschaftsstrategien aufzugreifen und weiter umzusetzen. Darüber hinaus fordern sie die Kohärenz der Strategien der verschiedenen Ressorts wo möglich zu verbessern, sowie die Vernetzung der deutschen Förder- und Mittlerorganisationen, namentlich DFG, Max-Planck-Gesellschaft (MPG), HelmholtzGemeinschaft (HGF), Leibniz-Gemeinschaft, Fraunhofer-Gesellschaft (FhG) sowie DAAD und AvH, untereinander und mit Akteuren der afrikanischen Wissenschaft, Zivilgesellschaft und Wirtschaft zu fördern.
Politische Entscheider, staatliche und hochschulische Verwaltungen und gesellschaftliche Akteure in afrikanischen Partnerstaaten sollen stärker in die Planung deutscher Fördermaßnahmen eingebunden werden, um zum Aufbau der notwendigen Kapazitäten von Wissenschaft und Forschung in Subsahara-Afrika beizutragen. Ferner soll das wissenschaftliche Interesse an Subsahara-Afrika bei Nachwuchswissenschaftlern aus allen Disziplinen geweckt werden.

Bundesentwicklungsminister Müller will Marshall-Plan für Afrika

Gerd MüllerBundesentwicklungsminister Gerd Müller (CSU) will mit einem “Marshall-Plan” für Afrika die Entwicklung des Kontinents vorantreiben. Sein Konzept, das er vor wenigen Tagen im Entwicklungsausschuss des Deutschen Bundestages vorstellte, sieht unter anderem vor, künftig in erster Linie reformwillige Länder zu unterstützen und private Investitionen stärker zu fördern. Wichtige Kriterien seien gute Regierungsführung, Rechtsstaatlichkeit und der Abbau von Korruption. Weitere Schwerpunkte des Papiers liegen auf fairem Handel und dem Kampf gegen Steuerflucht.
Sein Ziel sei die Schaffung eines gemeinsamen Wirtschaftsraumes zwischen der EU und Afrika, erklärte Müller den Abgeordneten. In einem ersten Schritt solle eine Mittelmeer-Union bestehend aus EU, Ägypten und den Maghreb-Staaten geschaffen werden. “Wir setzen auf einen Paradigmenwechsel in der Afrika-Politik”, betonte der Minister. Die Probleme des Kontinents könnten nur durch eine “neue Dimension der Zusammenarbeit” gelöst werden. Dies liege auch im Interesse von Deutschland und Europa.
Sein Papier will Müller als Startpunkt eines “offenen und dynamischen Diskussionsprozesses” zur künftigen Afrika-Politik verstanden wissen, an dem sich in den kommenden Monaten jeder beteiligen könne. Afrika ist zudem Schwerpunktthema der aktuellen deutschen G20-Präsidentschaft. Darüber hinaus arbeitet auch die EU-Kommission an einem neuen Afrika-Konzept.
Im Entwicklungsausschuss stießen Müllers Vorschläge auf insgesamt positive Resonanz. Die Idee eines Marshall-Planes gehe in die richtige Richtung, hieß es aus den Reihen der Unionsfraktion. Man dürfe nicht nur auf die Absicherung der Grenzen und Sicherheit setzen, sondern müsse auch Perspektiven für Afrika schaffen. Eine Vertreterin der Fraktion warnte aber auch, dass ohne gute Regierungsführung in den afrikanischen Ländern jedes Konzept scheitern werde.
Einigen Abgeordneten der SPD fehlte in Müllers Papier die Betonung auf Bildung. Außerdem vermissten sie die Themen Digitalisierung und Geburtenregistrierung. Sie müssten unbedingt Eingang in das Papier finden.
Die Grünen fragten nach der Kohärenz des Planes mit den Afrika-Konzepten anderer Ministerien und den Reaktionen der Ressorts darauf. Als besondere spannende Forderung werteten sie Müllers Vorschlag, einen EU-Kommissar für die EU-Afrika-Beziehungen zu schaffen.
Ein Vertreter der Linksfraktion nannte das Konzept “alten Wein in neuen Schläuchen” und warnte ausdrücklich davor, nur noch reformwillige Länder zu unterstützen. Die Bevölkerung in den anderen Staaten wäre dann doppelt bestraft – durch die Menschenrechtsverletzungen ihrer Regierungen und den Wegfall der Entwicklungszusammenarbeit.
Grüne wie Linke lobten den CSU-Minister für seine klare Haltung in Bezug auf mögliche Sanktionen gegen Staaten, die abgeschobene Asylbewerber nicht zurücknehmen. Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) hatte das als Konsequenz aus dem Fall des Berlin-Attentäters Anis Amri vorgeschlagen. “Es gibt keine andere Möglichkeit, als nach vorne zu gehen und Länder wie Tunesien bei ihrer Entwicklung zu unterstützen”, betonte Müller demgegenüber. Tunesien sei stark vom Terrorismus betroffen, doch anstatt Mauern zu bauen und Sanktionen auszusprechen, müssten Perspektiven für die Menschen vor Ort geschaffen werden.

DIW: Rente mit 67: Beitragssatz wird stabilisiert, Abschläge stellen auf individueller Ebene ein Altersarmutsrisiko da

Rente67_1Durch die 2007 beschlossene Erhöhung des Renteneintrittsalters auf 67 Jahre wird der Rentenbeitragssatz stabilisiert. Das gilt unabhängig davon, ob tatsächlich bis zum Regelrenteneintrittsalter gearbeitet wird, zeigt eine Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin). Das bewirken vor allem die Abschläge, die bei Versicherten anfallen, die vor Erreichen der Regelaltersgrenze in Rente gehen; diese Abschläge stellen auf individueller Ebene ein Altersarmutsrisiko dar.

Die Studie basiert auf der Simulation der Entwicklung des Beitragssatzes in drei Szenarien zum Rentenzugang. Im pessimistischen Szenario führt die Erhöhung des Rentenregelalters zu einer um ein Jahr längeren durchschnittlichen Lebensarbeitszeit; im mittleren Szenario sind es 1,4 und im optimistischen Szenario 1,8 Jahre, die im Durchschnitt mehr gearbeitet werden. In allen drei Szenarien steigt der Beitragssatz von seinem aktuellen Niveau von 18,7 Prozent in den nächsten Jahren deutlich an, erreicht Mitte der 2030er Jahre gut 23 Prozent und geht dann leicht zurück. Dabei unterscheiden sich die Beitragssätze zwischen den untersuchten Szenarien nur wenig. Dafür sorgen insbesondere die Abschläge, die die Rentenzahlungen derjenigen mindern, die vor Erreichen der Regelaltersgrenze aufhören zu arbeiten.

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„Es ist keineswegs so, dass alle tatsächlich bis 67 arbeiten müssen, damit sich die Finanzierung der gesetzlichen Rentenversicherung stabilisiert“, sagt Studien-Koautor Hermann Buslei. „Aus dieser Perspektive erfüllen die Abschläge ihren Zweck. Denn nicht alle werden bis 67 arbeiten können oder wollen“. Auch vor der Reform bezog ein Teil der AltersrentnerInnen eine Rente vor Erreichen der damaligen Regelaltersgrenze von 65 Jahren. Im Jahr 2011 war von allen Personen mit einem erstmaligen Bezug einer Altersrente gut die Hälfte jünger als 65 Jahre.
Die Abschläge können aber auf individueller Ebene die Rente erheblich verringern und das Risiko der Altersarmut erhöhen. Das Problem ist für diejenigen, die körperlich anstrengende Tätigkeiten ausüben oder gesundheitliche Probleme haben, besonders akut. „Hier wären Regelungen geboten, die es den Menschen ermöglichen, bis zum Regeleintrittsalter zu arbeiten, also zum Beispiel eine bessere Förderung der Weiterbildung auch für die Älteren oder eine Reduzierung der Arbeitszeit“, sagt Koautor Daniel Kemptner. „Wenn das nicht geht und die Menschen beispielsweise aus gesundheitlichen Gründen frühzeitig in Rente gehen müssen, sollte das Einkommen im Alter jenseits der Armutsgrenze dennoch gesichert werden. Hierfür wäre eine gezielte Erhöhung der Erwerbsminderungsrente wünschenswert“.

Lidl bietet ab Januar gentechnikfreies Rindfleisch an

LidlAb dem 16. Januar bietet Lidl Deutschland den Artikel “Frische Hamburgerscheiben” der Eigenmarke “Landjunker” mit dem “Ohne Gentechnik”-Siegel an. Die Einlistung erfolgt zunächst in den Berliner Filialen und soll im Laufe des Jahres deutschlandweit ausgeweitet werden. Neben den Hamburgerscheiben werden weitere Rinderhackfleischprodukte mit dem “Ohne Gentechnik”-Siegel das Sortiment schrittweise ergänzen. “Wir wollen das Angebot gentechnikfreier Produkte für unsere Kunden weiter ausweiten, um ihnen eine bewusste Kaufentscheidung zu ermöglichen. Die höheren Einkaufspreise bei gleich bleibenden Verkaufspreisen sehen wir dabei als Investition in die Zukunft”, sagt Jan Bock, in der Geschäftsleitung von Lidl Deutschland zuständig für den Einkauf. “Zur Sortimentsgestaltung gehört auch, dass wir unser Angebot an laktose- und glutenfreien Produkten ausbauen und eine Auswahl an vegetarischen und veganen Alternativen sowie Bio-Lebensmitteln anbieten.”

Das Rindfleisch für die frischen Hamburgerscheiben stammt von Rindern, die in Deutschland geboren sind, aufwachsen sowie geschlachtet und verarbeitet werden. Damit das Fleisch als gentechnikfrei eingestuft werden kann, muss sichergestellt sein, dass die Tiere drei Jahre lang ausschließlich gentechnikfrei gefüttert wurden. Was sich bisher bei Frischgeflügel-Produkten bewährt hat, wird nun auch schrittweise für Rinderhackfleisch-Produkte folgen: Das 2009 vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz eingeführte und vom “Verband Lebensmittel ohne Gentechnik e. V.” (VLOG) vergebene grüne “Ohne Gentechnik”-Label wird dann auf allen entsprechenden Produktverpackungen zu finden sein. Zum gentechnikfreien Sortiment gehört bei Lidl seit dem vergangenen Jahr ebenfalls die Frischmilch der Eigenmarke Milbona sowie diverse andere Molkereiprodukte, wie die Käsesorten Emmentaler und Wiesenländer, saure Sahne, Schlagsahne und Mozzarella.

Der Markt mit vegetarischen Produkten boomt in Deutschland

vegetarisch-ernaehrenDer Markt mit vegetarischen Produkten boomt. Das haben längst auch die Wursthersteller gemerkt und bringen immer mehr vegetarische Ersatzprodukte auf den Markt. Christian Rauffus, Geschäftsführer und Inhaber der Firma Rügenwalder Mühle sagte nun, dass die Produktion in seinem Unternehmen in den kommenden Jahren immer mehr Fleisch durch vegetarische Zutaten ersetzen möchte. Schlussendlich sei sogar eine komplett fleischlose Herstellung denkbar.

Und die Zahlen geben ihm Recht: In den vergangenen vier Jahren verdoppelte sich der Umsatz mit Fleischersatzprodukten und pflanzlichen Brotaufstrichen in Deutschland von 155,6 Millionen Euro im Jahr 2012 auf fast 311 Millionen Euro im vergangenen Jahr.

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Den Konsumenten geht es beim Kauf vor allem darum, generell ihren Fleischkonsum zu reduzieren. 30 Prozent sagen, sie kaufen aus ethischen Gründen Ersatzprodukte. 29 Prozent wollen ihre Mahlzeiten vielfältiger gestalten, wie die Grafik von Statista zeigt.