Digitale Begriffe sind für Viele “Neuland”

Fast jeder weiß, was eine Internetseite ist oder was es mit einem Sozialen Netzwerk auf sich hat. Viele andere digitale Begriffe können die Deutschen dagegen nicht erklären, wie der D21-Digital-Index 2015 zeigt. Während noch fast jeder Zweite etwas mit dem Begriff Cloud anfangen kann, sind Schlagworte wie Shared Economy, Internet der Dinge oder Big Data für das Gros der Bevölkerung Neuland. Hier zeigt sich, dass die digitale Kompetenz der Bürger und ihr Wissen zu digitalen Themen noch ausbaufähig sind.

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Vernetztes Wohnen

VernetztesWohnenSmart Living, Connected Home, Intelligentes Wohnen – drei Begriffe, die ein neues Feld zukünftiger Haus- und Wohnungstechnik beschreiben

An der Vernetzung ihres Zuhauses mit Smart-Home-Lösungen haben rund 40 % der deutschen Haushalte „großes Interesse“, ergab eine Studie der Nürnberger Gesellschaft für Konsumforschung (GfK)*. Damit die neu vernetzte Welt Wirklichkeit wird, benötige die Wohnungswirtschaft allerdings eine „leistungsfähige digitale Infrastruktur“, hebt Axel Gedaschko, Präsident des GdW Bundesverband deutscher Wohnungs und Immobilienunternehmen e.V., hervor. Bei einem konsequenten Ausbau des Breitbandnetzes rechnet das Beratungsunternehmen Deloitte schon für das Jahr 2020 mit einer Million Haushalte, in denen vernetztes Wohnen eingerichtet wird.

Vernetztes Wohnen teilt sich in 4 große Anwendungsbereiche auf:

Smart Metering: Intelligente Zähler, mit denen die Energieerzeuger Verbrauchsmessungen vornehmen und die ihnen eine intelligente Netz- und Ressourcensteuerung ermöglichen.

Sub Metering: Automatisierte und zeitnahe Erfassung von Verbrauchsdaten wie Gas, Wasser und Wärme ohne kostenintensive Handablesung vor Ort sowie die effektive Überwachung eigener Fotovoltaik- und Heizungsanlagen. Die zentral gesammelten Daten erleichtern und beschleunigen dann die Erstellung von Betriebs- und Nebenkostenabrechnungen, die zudem einfacher im Unternehmen, z.B. einer Hausverwaltung oder einem Wohnungsunternehmen, direkt erfolgen kann und nicht mehr an externe Dienstleister ausgelagert werden muss.

Sicherheit und Komfort: Bewohnernahe Einsatzmöglichkeiten von Haus-, Wohnungs und Kommunikationstechnik. Beispiele sind die Steuerung von Rollläden, Licht-, Steckdosen und Multimedia-Systemen oder von Heizungen. Hier entwickelt sich ein Massenmarkt mit einfachen, standardisierten Lösungen, die Bewohner häufig in Eigenregie kaufen und installieren. Hinzu kommen Techniken zum Schutz von Wohnung und Eigentum wie beispielsweise Kamerasysteme, die etwa über Smartphones ferngesteuert werden, Alarm bei unbefugtem Eindringen geben und einen aktuellen Blick in die Wohnung ermöglichen.

Ambient Assisted Living (AAL): Systeme, mit denen ältere Menschen unterstützt werden, um ihnen ein möglichst langes Leben in ihrer vertrauten Umgebung zu ermöglichen. Technische Lösungen sind etwa Notrufsysteme.

Für die drei Bereiche Sub Metering, Komfort und AAL ist eine Infrastruktur in Form eines leistungsfähigen Netzes zwingend erforderlich. Beispiel Sub Metering: Per Breitbandkabel werden die im Objekt erfassten Daten ins Internet zu den Wohnungsunternehmen weitergeleitet.

* Quelle: www.gfk.com/de/Documents/GfK_Die_Zukunft_von_Smart_Home_Studiendesign_und_Inhalte_German_Version.pdf

Bundeskabinett beschließt BMVI-Förderprogramm zum Breitbandausbau

Breitbandgipfel 2015, Alexander Dobrindt, CeBIT, CC BY-SA 3.0 DE – Jana Kausch

Breitbandgipfel 2015, Alexander Dobrindt, CeBIT, CC BY-SA 3.0 DE – Jana Kausch

Das Bundeskabinett hat heute die von Alexander Dobrindt (CSU) , Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur  vorgelegte Förderrichtlinie für den Breitbandausbau beschlossen. Ziel des ersten Bundesförderprogramms für den Netzausbau ist es, in den kommenden drei Jahren hochleistungsfähige Breitbandnetze in unterversorgten Gebieten zu schaffen. Das Förderprogramm des Bundes ermöglicht einen flächendeckenden Ausbau bislang unterversorgter Gebiete mit bis zu 50 Mbit pro Sekunde.

Dobrindt: “Mit dem Bundesförderprogramm für den Breitbandausbau schließen wir die weißen Flecken auf der Landkarte. Insgesamt nehmen wir für die Förderung 2,7 Milliarden Euro in die Hand. Das Geld investieren wir gezielt in Regionen, in denen sich der Netzausbau wirtschaftlich alleine nicht rechnet. Damit legen wir die Grundlage, bis 2018 schnelles Internet für alle in Deutschland zu schaffen.”

Das Bundesförderprogramm richtet sich an Kommunen und Landkreise. Mit dem Förderbetrag können sie die Wirtschaftlichkeitslücke von Investitionen schließen, die sich bei den Telekommunikationsunternehmen ergeben, wenn diese ein Breitbandnetz in unterversorgten Gebieten errichten (Wirtschaftlichkeitslückenmodell). Zugleich werden die Kommunen durch die Bundesförderung in die Lage versetzt, passive Infrastrukturen wie z. B. Glasfaserstrecken zu errichten, die sie den Netzbetreibern verpachten (Betreibermodell).

Dobrindt weiter: “Wir fördern den Netzausbau technologieneutral. Auch für Beratungsleistungen stellen wir Kommunen und Landkreisen Geld zur Verfügung.”

Der Fördersatz des Bundes beträgt im Regelfall 50 Prozent der zuwendungsfähigen Kosten. Der Höchstbetrag an Bundesförderung pro Projekt liegt bei 15 Millionen Euro. Eine Kombination mit anderen Förderprogrammen, z. B. der Bundesländer, ist möglich und erwünscht. Dadurch können weitere 40 Prozent an Förderung hinzukommen. Der Eigenanteil der Kommune liegt bei 10 Prozent.Netzausbau-Projekte werden anhand transparenter Kriterien (Scoring) bewertet. Dieses Punktesystem bildet die Grundlage für eine Förderentscheidung. Unabhängig davon können Planungs- und Beratungskosten ab sofort mit bis zu 100 Prozent und einem Maximalbetrag von 50.000 Euro gefördert werden. Damit soll ein zusätzlicher Anreiz dafür geschaffen werdeb, schnell mit den Planungen zu beginnen.

Heute haben 68,7 %  aller Haushalte in Deutschland Zugang zu mehr als 50 Mbit pro Sekunde – das sind 7 Prozent mehr als vor einem Jahr (Stand: Ende Juni 2015, Quelle: TÜV Rheinland).

„PRECOBS“ Bayerns Innenminister Joachim Herrmann plant dauerhafte Beschaffung einer Prognosesoftware gegen Einbrecher: “Weniger Wohnungseinbrüche und mehr Täterfestnahmen”

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Als “erfolgreich und vielversprechend” hat heute Bayerns Innenminister Joachim Herrmann im Innenausschuss des Bayerischen Landtags die Erfahrungen zur Prognosesoftware ‘Precobs’ bezeichnet. “In den Prognosegebieten hatten wir weniger Wohnungseinbrüche und mehr Täterfestnahmen”, brachte es Herrmann auf den Punkt. In München ging die Zahl der Wohnungseinbrüche von Oktober 2014 bis März 2015 um 29 Prozent zurück, in den nach einer Precobs-Prognose besonders bestreiften Bereichen sogar um 42 Prozent. Ein ähnliches Bild ergab sich laut Herrmann in Mittelfranken: “In den mittelfränkischen Precobs-Bereichen nahm die Zahl der Wohnungseinbrüche um 17,5 Prozent ab.” Außerdem gelang der Polizei aufgrund der gezielten Bestreifung von Precobs-Alarmgebieten die Festnahme von 26 Personen, die beispielsweise beim Ausspionieren von Tatobjekten ertappt wurden. “Wir gehen davon aus, dass Precobs für diese positive Entwicklung einen wichtigen Beitrag geleistet hat. Deshalb werden wir Precobs oder eine vergleichbare Prognosesoftware dauerhaft für die Bayerische Polizei anschaffen”, kündigte der Innenminister an.

Die Prognosesoftware Precobs wurde seit Oktober 2014 unter der Federführung des Bayerischen Landeskriminalamtes in München und Mittelfranken im Rahmen einer Machbarkeitsstudie getestet. Sie errechnet aus den anonymisierten Falldaten der Vergangenheit, wann und in welchem Gebiet mit hoher Wahrscheinlichkeit mit einem Einbruch zu rechnen ist. Precobs arbeitet auf Basis der sogenannten ‘Near-Repeat-Theorie’, die in den USA wissenschaftlich nachgewiesen werden konnte. Demnach besteht nach einem Wohnungseinbruch mit bestimmter professioneller Begehungsweise in der nächsten Umgebung des Tatortes für eine gewisse Zeit ein erhöhtes Risiko für Folgeeinbrüche.

Wie der Innenminister erläuterte, bewerten speziell geschulte Kriminalisten jede Prognose. “Der Mensch und nicht der Rechner entscheidet über das ‘Ob’ und ‘Wie’ der Polizeimaßnahmen”, stellte Herrmann klar. Beispielsweise fuhren Polizisten gezielt das relevante Gebiet an und patrouillierten dort zivil oder in Uniform, um Einbrecher auf frischer Tat zu erwischen oder von ihrer Tat abzuhalten. Insgesamt wurden in den Zuständigkeitsbereichen der Polizeipräsidien München und Mittelfranken 93 Gebiete in Precobs miteinbezogen und 208 Prognosen ausgegeben. Diese betrafen Stadtteile oder mehrere Straßenzüge, aber nicht etwa eine bestimmte Örtlichkeit oder Adresse. Für einige Gebiete wurden mehrfach Prognosen ausgegeben. Um potentielle Einbrecher über die hohe Polizeipräsenz nicht vorzuwarnen, hat die Polizei die konkreten Precobs-Bereiche nicht veröffentlicht.
Quelle: Bayerisches Staatsminister des Inneren

Nutzung von Techniken zur Verschlüsselung erschwert Ermittlungsarbeit

Die Nutzung von Verschlüsselungstechniken durch Terroristen und Kriminelle ist ein Thema der Antwort der Bundesregierung (18/5144) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Die Linke (18/5013). Wie die Bundesregierung darin ausführt, ist in vielen Phänomen- und Kriminalitätsbereichen wie beispielsweise im islamistischen Terrorismus das Streben nach einer abgeschirmten Übermittlung von Informationen prägendes Wesensmerkmal im Kommunikationsverhalten. Eine besondere Bedeutung werde von den handelnden Akteuren hierbei der Verschlüsselung der Kommunikationsinhalte sowie der Verschleierung ihrer Identität zugemessen. Ziel sei es jeweils, die staatlichen Aufklärungs- und Bekämpfungsmaßnahmen ins Leere laufen zu lassen. Dies stelle für Sicherheitsbehörden eine Herausforderung dar. Ermittlungsverfahren würden dadurch erschwert, wenn nicht sogar verhindert.

Quelle: Bundespresseamt

Die CSU will freies WLAN für Bayern und Rechtssicherheit schaffen

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Estland hat es schon und vermarktet das Ganze als Standortvorteil für die Wirtschaft: freies WLAN flächendeckend und landesweit. Bayerns Finanzminister Markus Söder (CSU) nimmt sich solche Beispiele zum Vorbild. Auf dem BIHK-Spitzengespräch sagte er vor den Präsidenten und Hauptgeschäftsführern der bayerischen IHKs, Bayern werde nachziehen. Bis 2020 soll freies WLAN im Freistaat eine Selbstverständlichkeit sein. Bahnchef Rüdiger Grube will noch schneller sein. Von 2016 an sollen seine Fahrgäste kostenlos und drahtlos surfen können. Damit die Masse der potenziellen Anbieter mitziehen kann, brauchen sie nach Ansicht von IHK-Juristin Dr. Tatjana Neuwald vor allem eines: Rechtssicherheit.

Die IHK-Vertreter haben diesen wunden Punkt beim Gespräch mit der Staatsregierung angesprochen. Seehofer und Söder erklärten unisono, sie würden Ergebnisse liefern. Laut Neuwald ist diese Einsicht überfällig. Bislang sei die juristische Haftungsfrage eine der großen Probleme freier WLAN-Angebote. „Die Preisfrage lautet: Wie bekommt man es hin, dass Hotels, Einzelhandel und andere, die WLAN als zusätzlichen Service anbieten wollen, nicht haften, wenn die Kunden das für die Verbreitung oder den Download rechtswidriger Inhalte missbrauchen? Bislang liegt zu der Frage nur ein Gesetzesentwurf der Grünen und der Linken vor“, sagt die IHK-Juristin.

Die IHK arbeite derzeit an einer Stellungnahme dazu. Laut Neuwald sind hier aber noch wichtige Detailfragen zu klären. „Das Thema lag mehrere Legislaturperioden im Dornröschenschlaf. Jetzt wurde der Handlungsbedarf quasi amtlich festgestellt. Hier muss auch aus standortpolitischen Gründen eine Lösung her. Deutschland kann es sich nicht leisten, den Anschluss an die Digitalisierung zu verlieren“, betont Neuwald.

Mehr digitale Tagelöhner, weniger Festangestellte: LMU-Professor Arnold Picot fordert neue Regeln für die digitale Arbeitswelt

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Die Digitalisierung ändert die Arbeitswelt in einem Ausmaß, dass neue Regeln im Arbeitsrecht und für die Sozialversicherung nötig sein werden: “Unser Sozialversicherungssystem ist auf die Folgen des technologischen Wandels überhaupt nicht eingestellt”, sagt Arnold Picot, Professor für Betriebswirtschaft und Leiter der Forschungsstelle für Information, Organisation und Management an der LMU in einem Interview über die Zukunft der Arbeit.

“Es wird nicht mehr genügend Angestellte geben, die in die Rentenversicherung einzahlen.” Stattdessen wird die Zahl der Freelancer zunehmen. Unternehmen werden je nach Bedarf auf Fachkräfte zugreifen und diese weltweit rekrutieren. “Bewerber aus Indonesien und Oberbayern konkurrieren um denselben Auftrag. Wir haben heute in vielen Bereichen einen nahezu globalen Arbeitsmarkt.” Für diese Tätigkeiten, die häufig über Crowdworking-Plattformen im Internet vermittelt werden, sind neue arbeitsrechtliche Regeln notwendig. “Jeder Bildschirmarbeiter ist an der elektronischen Leine und kann kontrolliert werden, wo, wann und wieviel er arbeitet”, sagt Picot.

Der Wirtschaftsexperte sagt eine zunehmende Polarisierung der Arbeitswelt voraus: “Gefährdet sind alle jene Berufe von Sach- und Facharbeitern, zu denen sehr routinemäßige Aufgaben gehören, wie etwas sortieren, suchen oder berechnen.” Anders die kognitiv anspruchsvollen Aufgaben: “Wo Erfahrung, assoziatives Denken und soziale Interaktion nötig sind und die Tätigkeit schwer planbar ist, wird es keine Automatisierung geben”, sagt Picot und drängt darauf, den technologischen Wandel bei der Bildung und Ausbildung stärker zu berücksichtigen: “Es kann nicht sein, dass junge Menschen für Tätigkeiten ausgebildet werden, die es morgen nicht mehr gibt.”

Von der Vorstellung einer Work-Life-Balance müssten sich die Menschen verabschieden. Denn durch den technologischen Wandel werden Arbeit und Privatleben weiter zunehmend verschmelzen: “Die Möglichkeit, Arbeitsprozesse selbst zu bestimmen, wird zunehmen. Wir müssen die Situation, dass Arbeit und Nichtarbeit nah beieinander liegen, zu beherrschen lernen”, sagt Picot.

Datenschutz „Made in Germany“ bald Exportschlager?

IMG_1044.JPGDer NSA-Skandal kann zu einem Konjunkturprogramm für deutsche Software-Anbieter werden, prophezeit Martin Hubschneider, Vorstandsvorsitzender der CAS Software in Karlsruhe und Vizepräsident des Bundesverbands IT-Mittelstand (BITMi) in Aachen.
Laut dem Initiator des Gütesiegels „Software made in Germany“, dem sich bereits mehr als 120 hiesige Software-Schmieden angeschlossen , erfüllen die dazugehörigen Produkte „höchste Anforderungen an IT-Sicherheit, Qualität, Zukunftssicherheit und Service“. Das kürzlich eingeführte Schwestersiegel „Software hosted in Germany“ befriedige zudem den Wunsch der Wirtschaft nach deutscher Qualität apropos Verfügbarkeit, Zukunftssicherheit und Vertrauen in einen funktionierenden Datenschutz. Das gelte zu allererst für sensible Unternehmensdaten im Internet. Besonders beim Einsatz von sicheren, finanzierbaren Cloud-Lösungen für den Mittelstand sieht Firmenkollege und CAS-Geschäftsführer Marcus Bär noch Luft nach oben: Bis 2020 würden sich die Ansätze für verteilte Datenhaltung nicht zuletzt aus Kosten- und Datensicherheitsgründen bei vielen Mittelständlern durchgesetzt haben.

Startup-Gründer im Silicon Valley nicht eben gut bezahlt

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Die Lebenshaltungskosten im Silicon Valley sind bekanntlich ganz schön happig. Das bedeutet aber nicht, dass Gründer eines von Venture-Capital-Firmen unterstützten Startups auch automatisch viel Geld verdienen. Das Gegenteil ist sogar der Fall.

Wie aus einer Studie der Analyse-Firma Compass hervorgeht, verdienen drei Viertel aller Startup-Gründer im Silicon Valley ein Jahresgehalt von unter 75.000 Dollar, zwei Drittel sogar weniger als 50.000 Dollar. Das Durchschnittsgehalt im Valley liegt dagegen bei rund 94.000 Dollar.

Das Jahresgehalt von Startup-Gründern steigt allerdings an, sobald das Unternehmen in eine Phase kommt, in der es ein fertiges Produkt auf den Markt bringen kann. Aber auch dann steigt das Durchschnittsgehalt lediglich auf 70.000 Dollar.

Investor Peter Thiel, Gründungs-CEO von PayPal, hat laut Silicon Valley Business Journal, in dieser Hinsicht eine entsprechende Regel aufgestellt. „Je niedriger das Gehalt des CEOs“, so Thiel, „desto größer die Wahrscheinlichkeit, dass das Startup erfolgreich sein wird.“

Zypries: Digitale Kompetenz stärkt Industriestandort Deutschland

Am 5. November 2014 stellte die Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Wirtschaft und Energie, Brigitte Zypries, den D21-Digital-Index 2014 im BMWi vor. Mit dem Index misst die Initiative D21 seit 2013 die Entwicklung des Digitalisierungsgrads der deutschen Bevölkerung – ihren Zugang, ihre Kompetenz, ihre Offenheit sowie ihre Nutzungsvielfalt bezogen auf digitale Medien und das Internet.

Staatssekretärin Zypries unterstrich die Aufgabe, Menschen beim Umgang mit digitalen Technologien zu begleiten: “Die Digitalisierung stärkt den Industriestandort Deutschland und macht ihn zukunftsfähig. Wir wollen die Menschen dabei unterstützen, ihre Digitalkompetenzen auszubauen, damit sie am Ende gemeinsam mit Wirtschaft und Politik aktiv zur Gestaltung des IT-Standorts Deutschland beitragen können. Der D21-Digital-Index gibt einen genauen Überblick über das Internetnutzungsverhalten der Deutschen und zeigt, wo es Handlungsbedarf gibt, um insbesondere Unternehmen beim Schritt in die digitale Arbeitskultur zu unterstützen und strukturelle Benachteiligungen frühzeitig zu vermeiden.”

Die nun vorgestellte D21-Studie zeigt die bestehenden Unterschiede bei der Internetnutzung in Bezug auf Alter, Geschlecht und Regionalität auf. Der Zugang zum Internet, die Offenheit gegenüber neuen Technologien und die Vielfalt der Internetnutzung haben sich im vergangenen Jahr nur leicht verbessert. Insgesamt gelten 37 Prozent der Bevölkerung bei der Internetnutzung als digital souverän.

Der D21-Digital-Index ist eine Weiterentwicklung des (N)ONLINER Atlas (2001-2014) und mit rund 33 000 Befragten die umfangreichste und aussagekräftigste Studie zum Internetnutzungsverhalten der Deutschen.