Bundestag: Grüne thematisieren Abhörpuppen

Cayla Lieb, aber sehr gesprächig. Sie telefoniert oft nach Hause, nach China

Cayla. Lieb, aber sehr gesprächig. Sie telefoniert oft und gerne nach Hause, nach China

“Abhörpuppen – Datenschutz im Kinderzimmer” lautet der Titel einer Kleinen Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen. Wie die Abgeordneten darin schreiben, macht die fortschreitende Digitalisierung “vor den Kinderzimmertüren nicht halt”. Mehr als jedes dritte Kind habe ein “Lieblingsspielzeug”, das aus dem Mobil-, Computer- oder Konsolenbereich komme, und neuartiges, vernetztes Spielzeug erobere den Markt.
Die Fraktion verweist in diesem Zusammenhang auf “sprechende und hörende Puppen mit harmlos klingenden Namen” wie “My friend Cayla”. Die Puppe “My friend Cayla” sei seit vergangenem Jahr in Deutschland erhältlich und richte sich an Kinder im Alter zwischen vier und zehn Jahren. Mittels Mikrofon und drahtloser Internetverbindung nehme “Cayla” alle Gespräche in ihrer Umgebung auf und übertrage die Daten dann an die Server des Drittunternehmens ToyQuest Limited mit Sitz in China. Dort würden die Daten verarbeitet und – wenn “Cayla” angesprochen wurde – eine “passende” Antwort entworfen. Die nur im Internet abrufbaren Datenschutzbestimmungen zu “Cayla” erlaubten es dem Unternehmen ToyQuest Limited, die “Audiodateien von den Stimmen der Nutzer, entsprechende Transkriptionen und/oder in Zusammenhang mit der Nutzung der App entstandene Log Files” an Drittunternehmen weiterzuleiten.
Wissen wollen die Abgeordneten, welche Erkenntnisse die Bundesregierung über den Markt mit vernetztem Spielzeug in Deutschland hat. Auch erkundigen sie sich danach, welche datenschutzrechtlichen Bestimmungen nach Auffassung der Bundesregierung für Puppen zum Tragen kommen, die ganze Gespräche mitschneiden können. Ferner fragen sie unter anderem danach, was die Bundesregierung tut, “um die Privat- und Intimsphäre von Kindern, die vernetztes Spielzeug benutzen, vor Ausforschungen durch Unternehmen zu Marktforschungszwecken zu schützen”.

2015 nur 0,5 % der Neuanschaffungen: Die Bayerische Staatsregierung setzt kaum auf Elektroautos

Elektroauto_TankeDie Bayerische Staatsregierung hat bei der Förderung von Elektroautos großen Nachholbedarf in den eigenen Garagen. Im Jahr 2015 kauften oder leasten Staatskanzlei und Ministerien insgesamt zehn Elektroautos. Das waren knapp 0,5 Prozent der insgesamt neu beschafften 2149 Autos und Transporter. Das geht aus der Antwort von Finanzminister Markus Söder (CSU) auf eine Landtagsanfrage der Grünen hervor.

Im Januar 2016 hatte die Staatsregierung sich ein weit ehrgeizigeres Ziel gesetzt: Künftig sollen 20 Prozent der staatlichen Dienstwagenflotte Elektroautos sein, jedenfalls in den geeigneten Behörden. «Die CSU-Regierung nimmt ihre Vorbildfunktion in Sachen E-Mobilität nicht ernst», kritisiert der Grünen-Verkehrsexperte Markus Ganserer daher. Vom Zwanzig-Prozent-Ziel seien Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) und sein Kabinett «meilenweit entfernt».

VW-Abgasskandal: TÜV und ADAC erheben schwere Vorwürfe gegen Bundesministerien

Der TÜV sieht beim VW-Abgasskandal eine Mitschuld der Politik. Diese habe Prüfern auf Drängen der Automobilindustrie untersagt, die Motorsoftware zu untersuchen.

Konzernzentrale der TÜV NORD GROUP in Hannover © TÜV NORD GROUP/Regine Rabanus

Konzernzentrale der TÜV NORD GROUP in Hannover © TÜV NORD GROUP/Regine Rabanus

Das sagte TÜV-Nord-Chef Guido Rettig der “Welt”. Und: “Wir haben jahrelang darauf hingewiesen, dass die Motorsoftware Teil unseres Prüfauftrags werden muss. Ohne Erfolg.” Die Autoindustrie habe auf den Schutz von Betriebsgeheimnissen verwiesen. Die zuständigen Bundesministerien hätten im Sinne der Autokonzerne entschieden.

“Wir haben leider gesetzlich keinerlei Möglichkeit,Einblicke in die Motorsteuerung und die dort verbaute Software der Fahrzeuge zu nehmen”, sagte Rettig. “Aus diesem Grund hatten unsere Sachverständigen keine Chance, die Manipulationen bei Stickoxiden von Dieselfahrzeugen zu erkennen.” Ein Fehlverhalten des TÜV liege nicht vor. Für die Zukunft empfahl Rettig, dass die Typenzulassungen nicht mehr von den Herstellern beauftragt werden, sondern vom Kraftfahrtbundesamt. “Dann hätten sich alle Spekulationen über eine angeblich zu große Nähe zwischen Prüfern und Fahrzeugherstellern erledigt.”

Zusätzlich sollte das Regelwerk so erweitert werden, dass die Prüforganisationen die Motorsoftware anschauen dürfen. “Auch der Fahrwiderstand des Fahrzeugs auf der Rolle darf in Zukunft kein Wert mehr sein, der von den Herstellern selbst ermittelt und dem TÜV lediglich mitgeteilt wird”, fordert Rettig. “Den wollen wir schon selber feststellen dürfen.”

Kritik auch seitens des ADAC

ADAC-Präsident August Markl Quelle: dpa

ADAC-Präsident August Markl Quelle: dpa

Ähnliche ‘Kritik äußerte Anfang Oktober auch der neue Präsident des ADAC, Dr. August Markl. Seit fast 15 Jahren führt der ADAC eigene Test in einem eigenen Labor in Landsberg durch. Auch hier wurden erhebliche Diskrepanzen bei den Emissionswerten festgestellt. Das zuständige Bundesverkehrsministerium habe entsprechende “Meldungen lediglich zur Kenntnis genommen, aber nicht darauf reagiert.

Nach dieser Kritik heißt es nun heißt es aus der Regierung: Vielleicht dürft ihr das bald
Die Bundesregierung erwägt als Konsequenz aus der VW-Abgasaffäre, die Prüf-Befugnisse des TÜV und anderer unabhängiger Prüfer auszuweiten. Ein Sprecher des Verkehrsministeriums (BMVI) sagte, eine Arbeitsgruppe gehe bereits der Frage nach, ob eine Offenlegung der Motor-Steuerungssoftware Teil der EU-Gesetzgebung sein könnte.

Angesichts der vorliegenden Fakten verwundert die dann folgende Kritik des BMVI: “Neben der Frage der Stickoxide gibt es aber auch die der CO2-Werte. Hier möchte die Bundesregierung von den Prüfunternehmen wissen, warum die falschen CO2-Angaben von VW von ihnen nicht erkannt worden seien.”

Apple greift 92 Prozent des Smartphone-Gewinns ab

92 Prozent der operativen Gewinne im Smarphone-Geschäft entfallen laut einer Schätzung der Investmentbank Canaccord Genuity auf Apple. Angesichts der Tatsache, dass der Marktanteil des iPhones unterhalb von 15 Prozent liegt, eine erstaunliche Zahl.

Smartphone

Samsung, Hauptkonkurrent von Apple, ist der einzige weitere Hersteller, der einen nennenswerten Anteil des Branchen-Gewinne für sich beanspruchen kann. Noch vor wenigen Jahren waren zahlreiche Unternehmen in der Lage, profitabel im Smartphone-Markt zu arbeiten. Inzwischen hat aber der Wettbewerb um Marktanteile, vor allem in Schwellenländern wie China, zu einer Verschlechterung der Margen für Anbieter von Geräten im mittleren und unteren Preissegment geführt.

Es gilt zu beachten, dass der aggregierte Gewinn zur Berechnung der Gewinnanteile durch die Verluste von unprofitablen Anbietern geschmälert wird. Dadurch ist es möglich, dass der kombinierte Gewinnanteil von Apple und Samsung über 100 Prozent liegt.

Neuauflage eines Klassikers? Der BMW 328 Hommage

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Der BMW 328 war nicht nur einer der erfolgreichsten Sportwagen seiner Zeit, sondern auch technologisch ein Vorreiter. Kein Wunder, dass der Wagen heute als Markenikone gilt. Zum 75. Geburtstag des Modells gestalteten die Designer ein Unikat mit den Zügen von damals. Der BMW 328 Hommage wird zur Zeit im BMW Pavillon am Münchner Lenbachplatz ausgestellt.

BMW 328 Hommage

Der BMW 328 Hommage und sein “Vorgänger”

Der BMW 328 gehört zu den Ikonen der Marke BMW, zu den Sportwagen-Urgesteinen über-haupt. Außerdem wirkt sein Leichtbau-Konzept heute wieder besonders aktuell. Da kommt der 75. Geburtstag des legendären Zweisitzers gerade recht, um darauf aufmerksam zu machen, dass BMW angeblich ja schon immer auf der sportlichen und effizienten Spur unterwegs war:

Zum Jubiläum stellte das Team von Designchef Adrian van Hooydonk jetzt einen Roadster auf die Räder, der eine Neuinterpretation des BMW 328 sein soll. Die ersten Meter fuhr die Studie am vergangenen Wochenende beim Oldtimer-Schönheitswettbewerb Concorso d’Eleganza in der Villa d’Este am Comer See, dessen Patronat die Münchner Autobauer seit einigen Jahren inne haben.

BMW328_2“Mit diesem Auto möchten wir uns vor der Leidenschaft und dem Erfindergeist der Väter des BMW 328 verbeugen”, sagt Karl Baumer, der Leiter der BMW-Klassikabteilung. “Sie haben ein Auto geschaffen, das als Meilenstein in der Geschichte gilt.” Die automobile Hommage übertrage die Prinzipien und den Charakter des 328 in die Jetztzeit und zeige, wie die damaligen Konstrukteure Fritz Fiedler und Rudolf Schleicher den Sportwagen mit den aktuellen technischen Möglichkeiten womöglich gebaut hätten.

BMW328_5Was das Publikum an der Villa d’Este zu sehen bekam, ist kein Retro-Auto und trotzdem auf Anhieb als Erbe des BMW 328 zu erkennen. Die markentypischen, nierenförmigen Öffnungen des Kühlergrills stehen höher und aufrechter als bei den aktuellen weiß-blauen Sportwagen, über den langen Vorbau laufen zwei Lederbänder, als müssten sie wie früher die Motorhaube sichern, statt der winzigen Türen des Originals gibt es lediglich tiefe Ausschnitte, ein breiter Schweller erinnert an die Trittleiste zwischen den frei stehenden Kotflügeln, und auf dem Heck prangen zwei stromlinienförmige Höcker.

Mobiltelefone als Stoppuhren – so unromantisch kann die Zukunft sein

BMW 328 HommageAuch im Interieur erinnert der Roadster an sein Vorbild. Obwohl das Auto eher ein sportlicher Cruiser als ein Rennwagen sein soll, verfügen die patinierten Ledersitze über Hosenträgergurte. Es gibt den sogenannten Knochen zwischen den Sitzen, mit dem man bei einem Rennauto im Notfall sofort die komplette Technik stilllegen kann. Zudem hat van Hooydonk die Tripmaster genannten Stoppuhren, mit denen die “Mille Miglia”-Co-Piloten Zeiten stoppen und Sonderprüfungen absolvieren, in die Studie übertragen. Allerdings bedienten sich die Designer hier eines hippen Lifestyle-Accessoires. Zwei iPhones in einem Metallrahmen dienen als Zeitmesser, elektronisches Roadbook und Navigationssystem.

Nicht nur optisch schlägt die Studie eine Brücke in die Vergangenheit. Auch das technische Konzept ist ähnlich. “Der BMW 328 stand vor 75 Jahren für Sportlichkeit und Agilität durch Leichtbau”, sagt van Hooydonk. Immerhin erreichte das Auto trotz vergleichsweise mageren 80 PS in der Serienversion beachtliche 150 km/h. Und der Siegerwagen der Mille Miglia von 1940, das Touring Coupé, erreichte mit einer Leistung von etwa 120 PS eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 166 km/h.

Schon die Studie wiegt 400 Kilo mehr als der Original-Sportwagen

BMW328_4“Das 328 Hommage Car ehrt diese Vergangenheit und zeigt, wie BMW Leichtbau weiterentwickeln wird”, sagt der Designer. Waren es damals vor allem Aluminium und Magnesium, die das Gewicht des 328 auf weniger als 900 Kilogramm drückten, setzen die Bayern heute vor allem auf Karbon. Aus dem Verbundstoff besteht die Struktur des Wagens, große Teile des Innenraums und – nur von einer dünnen Schicht Klarlack geschützt – die Karosserie des Roadsters. “Die Studie kommt auf ein Gewicht von etwa 1300 Kilogramm”, sagt BMW-Sprecher Manfred Grunert. Unter einem leichten Auto, vor allem, wenn es sich um eine Studie handelt, stellt man sich etwas anderes vor. Trotzdem zum Vergleich: Ein ähnlich großer BMW Z4 bringt etwa sechs Zentner mehr auf die Waage.

BMW328_3Derartige Unikate als Nachfolger großer Vorbilder haben bei BMW mittlerweile Tradition: 2006 legten die Bayern eine Neuinterpretation des bei der “Mille Miglia” siegreichen Touring Coupés auf; vor drei Jahren erinnerte die Studie M1 Hommage an das 30-jährige Jubiläum des Wagens, und nun also erhält der 328 ein rollendes Denkmal. Ebenso Tradition ist es, dass diese Schaustücke Unikate bleiben. Selbst wenn die 328-Hommage auf einem aktuellen BMW Z4 aufbaut – dieses Auto wird kein zweites Mal gebaut.

Bilder: Victor Fuchs. Text: Focus onlline

Facebook bei Anfragen deutscher Behörden nur wenig auskunfsfreudig

Regierungen und Behörden weltweit haben im ersten Halbjahr 2015 bei Facebook 41.214 Anträge auf die Herausgabe von Nutzerdaten eingereicht, das sind 18 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Für die Bundesrepublik weist der Bericht 2.344 Anfragen zu insgesamt 2.716 Accounts aus. Allerdings scheint Facebook gegenüber deutschen Behörden nur wenig auskunftsfreudig zu sein. Nur bei etwa jeder Dritten Anfrage (35,7 Prozent) stellte das Soziale Netzwerk Daten zur Verfügung. Außerdem hat Facebook in 188 Fällen den Zugang zu Inhalten aus Deutschland auf Grund von Hass-Reden und Holocaustleugnung eingeschränkt.

FacebookBehördenanfragen

Digitale Begriffe sind für Viele “Neuland”

Fast jeder weiß, was eine Internetseite ist oder was es mit einem Sozialen Netzwerk auf sich hat. Viele andere digitale Begriffe können die Deutschen dagegen nicht erklären, wie der D21-Digital-Index 2015 zeigt. Während noch fast jeder Zweite etwas mit dem Begriff Cloud anfangen kann, sind Schlagworte wie Shared Economy, Internet der Dinge oder Big Data für das Gros der Bevölkerung Neuland. Hier zeigt sich, dass die digitale Kompetenz der Bürger und ihr Wissen zu digitalen Themen noch ausbaufähig sind.

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Vernetztes Wohnen

VernetztesWohnenSmart Living, Connected Home, Intelligentes Wohnen – drei Begriffe, die ein neues Feld zukünftiger Haus- und Wohnungstechnik beschreiben

An der Vernetzung ihres Zuhauses mit Smart-Home-Lösungen haben rund 40 % der deutschen Haushalte „großes Interesse“, ergab eine Studie der Nürnberger Gesellschaft für Konsumforschung (GfK)*. Damit die neu vernetzte Welt Wirklichkeit wird, benötige die Wohnungswirtschaft allerdings eine „leistungsfähige digitale Infrastruktur“, hebt Axel Gedaschko, Präsident des GdW Bundesverband deutscher Wohnungs und Immobilienunternehmen e.V., hervor. Bei einem konsequenten Ausbau des Breitbandnetzes rechnet das Beratungsunternehmen Deloitte schon für das Jahr 2020 mit einer Million Haushalte, in denen vernetztes Wohnen eingerichtet wird.

Vernetztes Wohnen teilt sich in 4 große Anwendungsbereiche auf:

Smart Metering: Intelligente Zähler, mit denen die Energieerzeuger Verbrauchsmessungen vornehmen und die ihnen eine intelligente Netz- und Ressourcensteuerung ermöglichen.

Sub Metering: Automatisierte und zeitnahe Erfassung von Verbrauchsdaten wie Gas, Wasser und Wärme ohne kostenintensive Handablesung vor Ort sowie die effektive Überwachung eigener Fotovoltaik- und Heizungsanlagen. Die zentral gesammelten Daten erleichtern und beschleunigen dann die Erstellung von Betriebs- und Nebenkostenabrechnungen, die zudem einfacher im Unternehmen, z.B. einer Hausverwaltung oder einem Wohnungsunternehmen, direkt erfolgen kann und nicht mehr an externe Dienstleister ausgelagert werden muss.

Sicherheit und Komfort: Bewohnernahe Einsatzmöglichkeiten von Haus-, Wohnungs und Kommunikationstechnik. Beispiele sind die Steuerung von Rollläden, Licht-, Steckdosen und Multimedia-Systemen oder von Heizungen. Hier entwickelt sich ein Massenmarkt mit einfachen, standardisierten Lösungen, die Bewohner häufig in Eigenregie kaufen und installieren. Hinzu kommen Techniken zum Schutz von Wohnung und Eigentum wie beispielsweise Kamerasysteme, die etwa über Smartphones ferngesteuert werden, Alarm bei unbefugtem Eindringen geben und einen aktuellen Blick in die Wohnung ermöglichen.

Ambient Assisted Living (AAL): Systeme, mit denen ältere Menschen unterstützt werden, um ihnen ein möglichst langes Leben in ihrer vertrauten Umgebung zu ermöglichen. Technische Lösungen sind etwa Notrufsysteme.

Für die drei Bereiche Sub Metering, Komfort und AAL ist eine Infrastruktur in Form eines leistungsfähigen Netzes zwingend erforderlich. Beispiel Sub Metering: Per Breitbandkabel werden die im Objekt erfassten Daten ins Internet zu den Wohnungsunternehmen weitergeleitet.

* Quelle: www.gfk.com/de/Documents/GfK_Die_Zukunft_von_Smart_Home_Studiendesign_und_Inhalte_German_Version.pdf

Elektroautos sollen an Raststätten kostenlos laden können

elektrotankenDie Bundesregierung hält an ihrem Ziel fest, dass bis zum Jahr 2020 bis zu einer Million Elektroautos in Deutschland fahren sollen und will auch den Ausbau einer entsprechenden Lade- und Tankstelleninfrastruktur für diese Fahrzeuge vorantreiben, deren Nutzung zunächst kostenlos sein soll. Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) stellt für die Ausstattung aller bewirtschafteten Rastanlagen für drei Jahre (2015 bis 2017) rund neun Millionen Euro Haushaltsmittel bereit, damit der Bau von Schnellladestationen vorangetrieben werden kann. Die Kosten würden vom Ministerium und dem Rastanlagenbetreiber Tank & Rast für dessen 400 Rastanlagen anteilig aufgebracht. “Den Nutzern der Ladestationen entstehen in der Startphase keinerlei Kosten”, stellt die Bundesregierung fest. Die Kosten würden in der Anfangsphase von Tank & Rast übernommen. Danach sei davon auszugehen, dass jeder Nutzer für die Ladeleistung zahlen werde.

Alle Anlagen von Tank & Rast werden nach Angaben der Regierung mit einer Schnellladestation und jeweils zwei Parkplätzen ausgerüstet. Drei Steckertypen sollen zur Verfügung stehen. An zentralen Standorten werde sogar ein Erstausbau mit mehreren Ladepunkten angestrebt, damit mehrere E-Fahrzeuge parallel geladen werden könnten. “Hauptkriterium für die Ausstattung der bewirtschafteten Rastanlagen ist ein geschätzter Bedarf für Ladeleistung auf den deutschen Autobahnen, der aktuell mit einer Schellladesäule je Standort ausreichend abgedeckt ist”, schreibt die Regierung. Die durchschnittliche Ladedauer werde mit 30 Minuten angenommen.

Bundeskabinett beschließt BMVI-Förderprogramm zum Breitbandausbau

Breitbandgipfel 2015, Alexander Dobrindt, CeBIT, CC BY-SA 3.0 DE – Jana Kausch

Breitbandgipfel 2015, Alexander Dobrindt, CeBIT, CC BY-SA 3.0 DE – Jana Kausch

Das Bundeskabinett hat heute die von Alexander Dobrindt (CSU) , Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur  vorgelegte Förderrichtlinie für den Breitbandausbau beschlossen. Ziel des ersten Bundesförderprogramms für den Netzausbau ist es, in den kommenden drei Jahren hochleistungsfähige Breitbandnetze in unterversorgten Gebieten zu schaffen. Das Förderprogramm des Bundes ermöglicht einen flächendeckenden Ausbau bislang unterversorgter Gebiete mit bis zu 50 Mbit pro Sekunde.

Dobrindt: “Mit dem Bundesförderprogramm für den Breitbandausbau schließen wir die weißen Flecken auf der Landkarte. Insgesamt nehmen wir für die Förderung 2,7 Milliarden Euro in die Hand. Das Geld investieren wir gezielt in Regionen, in denen sich der Netzausbau wirtschaftlich alleine nicht rechnet. Damit legen wir die Grundlage, bis 2018 schnelles Internet für alle in Deutschland zu schaffen.”

Das Bundesförderprogramm richtet sich an Kommunen und Landkreise. Mit dem Förderbetrag können sie die Wirtschaftlichkeitslücke von Investitionen schließen, die sich bei den Telekommunikationsunternehmen ergeben, wenn diese ein Breitbandnetz in unterversorgten Gebieten errichten (Wirtschaftlichkeitslückenmodell). Zugleich werden die Kommunen durch die Bundesförderung in die Lage versetzt, passive Infrastrukturen wie z. B. Glasfaserstrecken zu errichten, die sie den Netzbetreibern verpachten (Betreibermodell).

Dobrindt weiter: “Wir fördern den Netzausbau technologieneutral. Auch für Beratungsleistungen stellen wir Kommunen und Landkreisen Geld zur Verfügung.”

Der Fördersatz des Bundes beträgt im Regelfall 50 Prozent der zuwendungsfähigen Kosten. Der Höchstbetrag an Bundesförderung pro Projekt liegt bei 15 Millionen Euro. Eine Kombination mit anderen Förderprogrammen, z. B. der Bundesländer, ist möglich und erwünscht. Dadurch können weitere 40 Prozent an Förderung hinzukommen. Der Eigenanteil der Kommune liegt bei 10 Prozent.Netzausbau-Projekte werden anhand transparenter Kriterien (Scoring) bewertet. Dieses Punktesystem bildet die Grundlage für eine Förderentscheidung. Unabhängig davon können Planungs- und Beratungskosten ab sofort mit bis zu 100 Prozent und einem Maximalbetrag von 50.000 Euro gefördert werden. Damit soll ein zusätzlicher Anreiz dafür geschaffen werdeb, schnell mit den Planungen zu beginnen.

Heute haben 68,7 %  aller Haushalte in Deutschland Zugang zu mehr als 50 Mbit pro Sekunde – das sind 7 Prozent mehr als vor einem Jahr (Stand: Ende Juni 2015, Quelle: TÜV Rheinland).