Verabschiedete Gesetze in den ersten 100 Amtstagen: Knackt Donald Trump den Roosevelt-Rekord?

Donald Trump wird heute als 45. Präsident der Vereinigten Staaten vereidigt. Nun wird sich zeigen, welche seiner Ankündigungen aus dem Wahlkampf er tatsächlich umsetzen wird. Die ersten 100 Tage im Amt sind entscheidend. In dieser Zeit hat der Präsident häufig noch die Mehrheit seiner Parteimitglieder im Kongress sitzen, wie Trump aktuell mit den Republikanern.infografik_7680_die_ersten_100_tage_als_us_praesident_nDer bisherige Rekordhalter bei der Zahl der verabschiedeten Gesetze in den ersten 100 Amtstagen ist der ehemalige US-Präsident Franklin Roosevelt. Er schaffte es, in dieser Zeit 76 Gesetze durchzubringen, wie die Grafik von Statista zeigt. Ebenfalls ein Mann der Tat war Harry Truman mit 55 Gesetzen in 100 Tagen. Die Amtsinhaber der neueren Zeit, George W. Bush und Barack Obama, konnten da nicht mithalten.

Vor allem außerhalb der USA dürfte die Mehrheit jedoch darauf hoffen, dass der neue Präsident möglichst wenige seiner Ankündigungen wahrmacht. Trump hatte im Wahlkampf unter anderem angedroht, eine Mauer an der Grenze zu Mexiko zu bauen, Strafzölle für den Import deutscher Autos zu erheben und aus dem Klimaabkommen von Paris auszusteigen.

Lidl bietet ab Januar gentechnikfreies Rindfleisch an

LidlAb dem 16. Januar bietet Lidl Deutschland den Artikel “Frische Hamburgerscheiben” der Eigenmarke “Landjunker” mit dem “Ohne Gentechnik”-Siegel an. Die Einlistung erfolgt zunächst in den Berliner Filialen und soll im Laufe des Jahres deutschlandweit ausgeweitet werden. Neben den Hamburgerscheiben werden weitere Rinderhackfleischprodukte mit dem “Ohne Gentechnik”-Siegel das Sortiment schrittweise ergänzen. “Wir wollen das Angebot gentechnikfreier Produkte für unsere Kunden weiter ausweiten, um ihnen eine bewusste Kaufentscheidung zu ermöglichen. Die höheren Einkaufspreise bei gleich bleibenden Verkaufspreisen sehen wir dabei als Investition in die Zukunft”, sagt Jan Bock, in der Geschäftsleitung von Lidl Deutschland zuständig für den Einkauf. “Zur Sortimentsgestaltung gehört auch, dass wir unser Angebot an laktose- und glutenfreien Produkten ausbauen und eine Auswahl an vegetarischen und veganen Alternativen sowie Bio-Lebensmitteln anbieten.”

Das Rindfleisch für die frischen Hamburgerscheiben stammt von Rindern, die in Deutschland geboren sind, aufwachsen sowie geschlachtet und verarbeitet werden. Damit das Fleisch als gentechnikfrei eingestuft werden kann, muss sichergestellt sein, dass die Tiere drei Jahre lang ausschließlich gentechnikfrei gefüttert wurden. Was sich bisher bei Frischgeflügel-Produkten bewährt hat, wird nun auch schrittweise für Rinderhackfleisch-Produkte folgen: Das 2009 vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz eingeführte und vom “Verband Lebensmittel ohne Gentechnik e. V.” (VLOG) vergebene grüne “Ohne Gentechnik”-Label wird dann auf allen entsprechenden Produktverpackungen zu finden sein. Zum gentechnikfreien Sortiment gehört bei Lidl seit dem vergangenen Jahr ebenfalls die Frischmilch der Eigenmarke Milbona sowie diverse andere Molkereiprodukte, wie die Käsesorten Emmentaler und Wiesenländer, saure Sahne, Schlagsahne und Mozzarella.

Weitere Eilanträge in Sachen „CETA“ erfolglos

-bundesverfassungsgerichtDie Antragsteller haben sich mit ihren Anträgen auf Erlass einer einstweiligen Anordnung erneut gegen die vorläufige Anwendung des Freihandelsabkommens zwischen der Europäischen Union und Kanada (Comprehensive Economic and Trade Agreement – CETA) gewandt. Sie wollten erreichen, dass die nach ihrer Auffassung nicht beachteten Maßgaben aus dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts vom 13. Oktober 2016 eingehalten werden. Mit heute veröffentlichtem Beschluss hat der Zweite Senat des Bundesverfassungsgerichts festgestellt, dass die Bundesregierung die vom Bundesverfassungsgericht vorgegebenen Maßgaben vor der Zustimmung zu den Beschlüssen über die Unterzeichnung und die vorläufige Anwendung von CETA umgesetzt hat.

“Volksverräter” ist das Unwort des Jahres 2016

. Das gaben Vertreter der Aktion heute in Darmstadt bekannt. Das Wort sei ein Unwort im Sinne der Kriterien der Aktion, “weil es ein typisches Erbe von Diktaturen, unter anderem der Nationalsozialisten ist”, so die Jury. Die Wissenschaftler wählten das diesjährige Wort aus knapp 600 Vorschlägen. Anders als in den Vorjahren gab es keine weiteren Nominierungen.

„Die sprachkritische Aktion Unwort des Jahres“ will beim Umgang mit Sprache sensibilisieren und aufmerksam machen auf den Gebrauch diskriminierender, verschleiernder oder undifferenzierter Wörter. Im vergangenen Jahr entschieden sich die Sprachwissenschaftler für das Wort „Gutmensch“, in den Jahren davor waren es unter anderem „Lügenpresse“, „Alternativlos“ oder die „Herdprämie“, wie die Grafik von Statista zeigt.

Die Grafik zeigt die von der “Sprachkritischen Aktion Unwort des Jahres” gewählten Wörter seit 2006

infografik_7493_unwoerter_des_jahres_n

Der Markt mit vegetarischen Produkten boomt in Deutschland

vegetarisch-ernaehrenDer Markt mit vegetarischen Produkten boomt. Das haben längst auch die Wursthersteller gemerkt und bringen immer mehr vegetarische Ersatzprodukte auf den Markt. Christian Rauffus, Geschäftsführer und Inhaber der Firma Rügenwalder Mühle sagte nun, dass die Produktion in seinem Unternehmen in den kommenden Jahren immer mehr Fleisch durch vegetarische Zutaten ersetzen möchte. Schlussendlich sei sogar eine komplett fleischlose Herstellung denkbar.

Und die Zahlen geben ihm Recht: In den vergangenen vier Jahren verdoppelte sich der Umsatz mit Fleischersatzprodukten und pflanzlichen Brotaufstrichen in Deutschland von 155,6 Millionen Euro im Jahr 2012 auf fast 311 Millionen Euro im vergangenen Jahr.

infografik_6761_der_veggie_boom_n

Den Konsumenten geht es beim Kauf vor allem darum, generell ihren Fleischkonsum zu reduzieren. 30 Prozent sagen, sie kaufen aus ethischen Gründen Ersatzprodukte. 29 Prozent wollen ihre Mahlzeiten vielfältiger gestalten, wie die Grafik von Statista zeigt.

Globaler Klima-Risiko-Index: Afrika am stärksten von Klimawandel betroffen

klimawandel-afrikaAfrika hat in den letzten 20 Jahren am meisten unter extremen Wetterereignissen gelitten, so das Ergebnis des aktuellen Globalen Klima-Risiko-Index (KRI) der NGO Germanwatch.

Vier der zehn Länder, die 2015 am stärksten von klimabedingten Naturkatastrophen betroffen waren, befinden sich auf dem afrikanischen Kontinent: Mosambik (Platz eins), Malawi (Platz drei), Ghana und Madagaskar (beide Platz acht). Sie alle hatten mit schweren Regenfällen während einer außergewöhnlich heftigen Monsunzeit zu kämpfen. Der Starkregen löste mehrere zerstörerische Erdrutsche aus.

Rang zwei belegt die Dominikanische Republik, die im August 2015 von Tropensturm Erika heimgesucht wurde. Er vernichtete einen großen Teil des landesweiten BIPs. „Klimaereignisse werden nicht gerecht verteilt“, betont Sönke Kreft, leitender Autor der Studie.

Der Index greift auf Daten des deutschen Rückversicherers Munich Re und des Internationalen Währungsfonds (IWF) zurück und gründet seine Berechnungen auf der Anzahl von Extremwetterereignissen, der Todesopfer pro 100.000 Einwohnern und den Materialschäden. 180 Länder werden dabei berücksichtigt. 2015 gab es laut Experten stärkere Regenfälle als sonst. Schuld daran sei der Klimawandel.

HONDURAS, MYANMAR UND HAITI

Über die letzten 20 Jahre hinweg waren Honduras, Myanmar und Haiti unter den Top-Ten vertreten. „Neun der zehn am stärksten betroffenen Länder (1996–2015) sind Entwicklungsländer aus der Gruppe der Länder mit niedrigem oder niedrigem mittleren Pro-Kopf-Einkommen. Eines (Thailand) gehört zu den Ländern mit höheren mittleren Einkommen“, heißt es in der Zusammenfassung der Ergebnisse.

Frankreich landete im 2015-Ranking auf Platz 16. Über den Zeitraum von 20 Jahren hinweg belegt das Land Rang 18 – vor Portugal (21) und Italien (25).

Von 1996 bis 2015 kamen insgesamt 528.000 Menschen bei 11.000 Extremwetterereignissen ums Leben. Die Sachschäden beliefen sich seitdem auf drei Billionen Dollar (2,755 Billionen Euro).

Geflüchtete Menschen haben eine hohe Bildungsorientierung. Es gibt viele gemeinsame Wertvorstellungen bei Geflüchteten und Deutschen. Erste repräsentative Befragung von seit 2013 eingereisten Geflüchteten

Hauptbahnhof München am 01. September 2015

Neu angekommene Flüchtlinge am Hauptbahnhof München am 01. September 2015

Die seit 2013 eingereisten Geflüchteten zeigen eine hohe Bildungsorientierung. Es gibt viele gemeinsame Wertvorstellungen bei Geflüchteten und Deutschen. Die häufigsten Fluchtursachen sind Angst vor gewaltsamen Konflikten und Krieg. Das sind zentrale Ergebnisse einer repräsentativen Befragung von mehr als 2.300 geflüchteten Menschen über 18 Jahren, die gemeinsam vom Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), dem Forschungszentrum des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF-FZ) und dem Sozio-oekonomischen Panel (SOEP) am Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) durchgeführt wurde.

58 Prozent der erwachsenen Geflüchteten haben in ihren Herkunftsländern zehn Jahre und mehr in Schule, Ausbildung und Studium verbracht, im Vergleich zu 88 Prozent bei der deutschen Wohnbevölkerung. 37 Prozent der Geflüchteten besuchten eine weiterführende Schule, 31 Prozent eine Mittelschule, zehn Prozent nur eine Grundschule und neun Prozent gar keine Schule. 31 Prozent waren auf Hochschulen oder beruflichen Bildungseinrichtungen, 19 Prozent erreichten einen Abschluss. Zudem konnten viele Geflüchtete berufliche Fähigkeiten durch Berufserfahrung erwerben: 73 Prozent der Geflüchteten waren vor dem Zuzug nach Deutschland erwerbstätig, im Durchschnitt 6,4 Jahre.

46 Prozent der erwachsenen Geflüchteten streben noch einen allgemeinbildenden Schulabschluss in Deutschland an, 66 Prozent einen beruflichen Abschluss. „Allerdings wäre es voreilig, aus den Bildungsvorhaben Schlussfolgerungen darüber zu ziehen, in welchem Umfang die Geflüchteten tatsächlich Bildungseinrichtungen in Deutschland besuchen und Abschlüsse erwerben werden“, heißt es in der am Dienstag erschienenen Studie. Viele Geflüchtete wollen zunächst arbeiten und erst später in Bildung und Ausbildung investieren.

Viele gemeinsame Wertvorstellungen bei Geflüchteten und Deutschen

In ihren Wertvorstellungen weisen die Geflüchteten viele Gemeinsamkeiten mit der deutschen Bevölkerung auf. So unterstützen 96 Prozent der befragten Geflüchteten die Aussage, dass „man ein demokratisches System haben sollte“. 92 Prozent sagen, dass „gleiche Rechte von Männern und Frauen“ ein Bestandteil von Demokratien sind. Bei der Aussage „Wenn eine Frau mehr Geld verdient als ihr Partner, führt dies zwangsläufig zu Problemen“ zeigen sich jedoch Unterschiede: Während 29 Prozent der Geflüchteten zustimmen, sind es bei der deutschen Vergleichsgruppe 18 Prozent.

Häufigste Fluchtursachen: Angst vor gewaltsamen Konflikten und Krieg

Als Fluchtursachen nennen die Befragten mit großem Abstand am häufigsten die Angst vor gewaltsamen Konflikten und Krieg (70 Prozent). Andere wichtige politische Motive sind Verfolgung (44 Prozent), Diskriminierung (38 Prozent) und Zwangsrekrutierung (36 Prozent). Ebenfalls häufig werden schlechte persönliche Lebensbedingungen (39 Prozent) und die wirtschaftliche Situation im Herkunftsland (32 Prozent) angegeben. Geflüchtete aus Syrien, Afghanistan, dem Irak und Iran nennen besonders häufig Krieg und Verfolgung als Fluchtursachen, Geflüchtete aus Eritrea Zwangsrekrutierung. Demgegenüber berichten Geflüchtete aus den Westbalkan-Staaten vielfach von prekären persönlichen Lebensbedingungen, der schlechten wirtschaftlichen Situation in den Herkunftsländern und Diskriminierung.

Die Studie beruht auf einer im Zeitraum von Juni bis Oktober 2016 durchgeführten repräsentativen Befragung von 2.349 Geflüchteten über 18 Jahren, die vom 1.1.2013 bis zum 31.1.2016 nach Deutschland eingereist sind.

DIW: Klimaschutz in Europa ist ohne Atomkraft möglich

okostrom-atomenergieErneuerbare Energien können bis 2050 Atomstrom vollständig ersetzen, ohne die Klimaschutzziele oder die Versorgungssicherheit zu gefährden – Atomkraft ist nicht wettbewerbsfähig und wäre auch künftig die teuerste Variante der Stromproduktion

Europa ist auf die Stromproduktion durch Atomkraftwerke nicht angewiesen: Die Klimaschutzziele lassen sich bis 2050 gänzlich ohne Atomstrom realisieren – bei einer gleichzeitig sicheren Energieversorgung. Hinzu kommt, dass Atomkraft auch künftig die mit Abstand teuerste Variante wäre, Strom zu erzeugen. Das ergeben aktuelle Simulationen des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin), die auf früheren Szenarioberechnungen aufbauen und um aktuelle Daten und Rahmenbedingungen ergänzt wurden. „Die Atomkraft ist eine Technologie der Vergangenheit, die ohne Subventionen nicht wettbewerbsfähig war und es auch niemals sein wird – selbst dann nicht, wenn man die Umweltrisiken und die Entsorgung des Atommülls außen vor lässt“, sagt die Energieökonomin Claudia Kemfert, Leiterin der Abteilung Energie, Verkehr, Umwelt am DIW Berlin. Der Studie zufolge kostet die Stromproduktion durch Atomkraft selbst bei einem sehr hohen CO2-Preis von 100 Euro pro Tonne mit gut zwölf Cent pro Kilowattstunde deutlich mehr als die Stromerzeugung in Kohle- und Gaskraftwerken oder durch erneuerbare Energien.

Während Deutschland und einige andere westeuropäische Länder wie Italien, Österreich oder Belgien den Atomausstieg beschlossen oder sogar bereits vollzogen haben, planen osteuropäische Länder wie Litauen oder Polen mehr oder weniger konkret einen Ausbau der Atomkraft. Obwohl es oftmals Widerstände in der Bevölkerung gibt und die Finanzierung ungewiss ist, weist auch die Europäische Kommission in ihrem aktuellen Referenzszenario aus dem Jahr 2016 einen hohen Anteil von Atomenergie am europäischen Strommix der Zukunft aus. Für den Zeitraum von 2030 bis 2050 sieht das Szenario den Neubau von Atomkraftwerken mit einer Erzeugungskapazität von über 50 Gigawatt vor – ein Gigawatt entspricht dabei in etwa einem Atomkraftwerk.

Atomkraft ist auch in Frankreich und im Vereinigten Königreich entbehrlich

Die EnergieökonomInnen des DIW Berlin haben die Plausibilität des Referenzszenarios anhand eines eigenen Strommarktmodells geprüft. Dieses ermittelt unter der Annahme einer weitgehenden Reduktion des CO2-Ausstoßes, wie sich der Kraftwerkspark in Zukunft am kostengünstigsten zusammensetzt. Das Ergebnis: Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien verdrängt fast vollständig die Produktion durch fossile Energieträger. Nach dem Jahr 2030 würde der Großteil des Stroms aus Windkraftanlagen erzeugt, gefolgt von Photovoltaik. Die Simulationsrechnungen zeigen, dass Atomkraft spätestens im Jahr 2050 nicht mehr notwendig ist, um die Energieversorgung sicher zu stellen. In separaten Berechnungen haben die StudienautorInnen zudem herausgefunden, dass selbst Frankreich – wo die Stromproduktion in Atomkraftwerken im Jahr 2015 gut drei Viertel der gesamten Stromproduktion ausmachte – bis 2050 gänzlich ohne Atomkraft auskommen könnte, ohne seine Klimaschutzziele und die Versorgungssicherheit zu gefährden. Dasselbe gilt für das Vereinigte Königreich, das derzeit ein Neubauprogramm verfolgt und die Atomkraftwerkskapazität bis 2036 deutlich erhöhen möchte.

„Unsere Modellrechnungen bestätigen erneut, dass die Atomkraft in Europa nicht gebraucht wird“, sagt Christian von Hirschhausen, Forschungsdirektor für internationale Infrastrukturpolitik und Industrieökonomie am DIW Berlin und Professor an der TU Berlin. „Mit der Entscheidung, der Atomkraft in Zukunftsszenarien eine große Rolle zuzuschreiben, ist die Europäische Kommission meiner festen Überzeugung nach auf dem Holzweg. Sie sollte gemeinsam mit den Mitgliedsländern vielmehr versuchen, die Abschaltung der Kraftwerke, den Rückbau und die Entsorgung des Atommülls geordnet und sicher über die Bühne zu bringen.“

Flucht und Entwicklung – München verstärkt sein Engagement

fluchtling_dankeDer Ausschuss für Arbeit und Wirtschaft hat in seiner heutigen Sitzung beschlossen, im Referat für Arbeit und Wirtschaft (RAW) die Stelle eines entwicklungspolitischen Koordinators zur Etablierung des Themenschwerpunkts Flucht und Entwicklung einzurichten. Die neue Querschnittstelle soll einerseits die entwicklungspolitischen und flüchtlingsbezogenen Aktivitäten auf kommunaler Ebene systematischer verknüpfen und andererseits Kooperationsprojekte mit betroffenen Kommunen im Ausland etablieren.

Josef SchmidDer Leiter des RAW, Bürgermeister Josef Schmid: „Städte können einen wichtigen Beitrag in diesem Bereich leisten. Sie verfügen über ein enormes Potential an Erfahrungen und Fertigkeiten, um im direkten Austausch Kommunen in den betroffenen Regionen zu unterstützen. Ich möchte das Engagement der Landeshauptstadt München auf dem Gebiet ,Bekämpfung von Fluchtursachen‘ verstärken und diesen Ansatz als politischen Schwerpunkt setzen. Durch die Unterstützung von internationalen Erfahrungsnetzwerken und konkreten Projekten in den betroffenen Regionen kann München sein Know-how beisteuern.“ Die Flüchtlingskrise stellt aktuell eine der größten internationalen Herausforderungen für Politik und Gesellschaft dar.

Das Flüchtlingskommissariat schätzt die Zahl der Flüchtlinge weltweit auf mehr als 65 Millionen. Die Hauptursachen für Flucht sind bewaffnete Konflikte und Bürgerkriege. Bei der Bekämpfung von Fluchtursachen geht es in erster Linie darum, eine Verbesserung der Lebensverhältnisse und neue Perspektiven in den Herkunfts- und Anrainerländern von Flüchtlingsbewegungen zu schaffen. Die Umsetzung von nachhaltigen und gezielten Projekten in den Herkunftsländern und provisorischen Herbergen ermöglicht den Menschen einen Verbleib in ihrem eigenen kulturellen und sozialen Umfeld.

Die Stelle des entwicklungspolitischen Koordinators zur Etablierung des Themenschwerpunkts Flucht und Entwicklung im RAW wird zu 90 Prozent von der Engagement Global gGmbH mit Mitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) finanziert und ist zunächst auf zwei Jahre befristet. Die Stelle soll ab Dezember 2016 im Sachgebiet Internationale Kooperationen eingerichtet werden, das seit Beginn 2016 im Fachbereich Europa des RAW angesiedelt ist.

Buchtipp: Nicht auf die Größe kommt es an. So können auch kleinere Firmen nachhaltig erfolgreich sein!

sieben-tage„Nachhaltigkeit ist nur was für große Firmen, die sich teure Zertifizierungen leisten können“. Weit gefehlt! Sieben Kleinunternehmen gewähren dem Leser dieses kleinen Praxishandbuches Einblick in ihre Geschäftswelt. Ob Unternehmensberatung, Goldschmiedeatelier, Anwaltskanzlei oder Modeatelier: Nachhaltigkeit kann immer und u¨berall gelebt werden. Es gibt Anregungen zu erfahren, was Energiearchitekten bei ihren Planungen berücksichtigen müssen oder wie der Gründer einer Armenklinik mit beissender Kritik umgeht. Die informative und trotzdem leichte Lektüre inspiriert dazu, auch das eigene Arbeitsumfeld nachhaltig und erfolgreich zu gestalten.

Ein praktischer Leitfaden im Anhang hilft dem Leser, sein persönliches Nachhaltigkeitsprogramm in sieben Tagen umzusetzen. Damit schreiben die Leser dieses Buch mit Ihrer Erfolgsgeschichte weiter: Fu¨r Ihr Wohlbefinden, fu¨r zufriedene Kunden, fu¨r unsere Umwelt.

7 Tage CSR vom Kleinsten gibt Anregungen für ein besseres Wirtschaften. Mit einem Vorwort von forum Nachhaltig Wirtschaften Chefredakteur Fritz Lietsch und einem Nachwort von Prof. Dr. Gu¨nther Bachmann vom Rat fu¨r Nachhaltige Entwicklung.

Über den Autor:
Wolfgang Keck hat das Thema Corporate Social Responsibility (CSR) nach seiner kaufmännischen Mitarbeit im kleinen Familienunternehmen für sich entdeckt. Seit über 10 Jahren beschäftigt er sich als Projektleiter, Dozent, Autor und Berater mit CSR im Mittelstand. Um das CSR-Konzept noch stärker an der Basis zu verankern, engagiert sich Wolfgang Keck aktuell mit dem Aufbau einer interdisziplinären Arbeitsgemeinschaft zu CSR und Kleinstunternehmen.

Über den Verlag:
Seit 30 Jahren engagiert sich der ALTOP Verlag mit seinen Publikationen, Internetangeboten und Events für nachhaltiges Wirtschaften und gesellschaftliche Verantwortung und hat dafür zahlreiche Auszeichnungen erhalten.
Beispiele für Publikationen sind das Jahrbuch und Portal ECO-WORLD, www.eco-world.de, das Magazin und Portal forum Nachhltig www.forum-csr.net und das Buch „Zukunft gewinnen“.