Arbeitsvisa: US Tech-Sektor ist auf Immigranten angewiesen

Das per Dekret verfügte Einreiseverbot von US Präsident Donald Trump für Menschen aus sieben überwiegend muslimischen Ländern hat Schockwellen durch das Silicon Valley geschickt. Apple-Chef Tim Cook teilte in einer Rundmail an seine Mitarbeiter mit, dass Trumps Dekret “keine Politik, die wir unterstützen“ sei. Ferner sagte er, dass es Apple ohne Einwanderer nicht geben würde.

Der Vater von Unternehmensgründer Steve Jobs wanderte als Stundend, in die USA ein – aus Syrien. Wie sehr der US Tech-Sektor auf Immigranten angewiesen ist, zeigt auch die Statistik zu den bewilligten H-1B-Visa. Diese spezielle Arbeitserlaubnis erlaubt es US-amerikanischen Unternehmen, speziell qualifizierte ausländische Arbeitnehmer zu beschäftigen. Laut den aktuellsten verfügbaren Daten reisten allein zwischen Oktober 2013 und September 2014 auf diesem Ticket rund 316.000 Menschen in die Vereinigten Staaten ein, davon verfügten rund zwei Drittel über eine computerbezogene Ausbildung.

Quelle: Statista.com

Apple greift 92 Prozent des Smartphone-Gewinns ab

92 Prozent der operativen Gewinne im Smarphone-Geschäft entfallen laut einer Schätzung der Investmentbank Canaccord Genuity auf Apple. Angesichts der Tatsache, dass der Marktanteil des iPhones unterhalb von 15 Prozent liegt, eine erstaunliche Zahl.

Smartphone

Samsung, Hauptkonkurrent von Apple, ist der einzige weitere Hersteller, der einen nennenswerten Anteil des Branchen-Gewinne für sich beanspruchen kann. Noch vor wenigen Jahren waren zahlreiche Unternehmen in der Lage, profitabel im Smartphone-Markt zu arbeiten. Inzwischen hat aber der Wettbewerb um Marktanteile, vor allem in Schwellenländern wie China, zu einer Verschlechterung der Margen für Anbieter von Geräten im mittleren und unteren Preissegment geführt.

Es gilt zu beachten, dass der aggregierte Gewinn zur Berechnung der Gewinnanteile durch die Verluste von unprofitablen Anbietern geschmälert wird. Dadurch ist es möglich, dass der kombinierte Gewinnanteil von Apple und Samsung über 100 Prozent liegt.

Für iPad und iPhone optimierte Versionen von Word, Excel und Publisher sind seit heute kostenlos im AppStore verfügbar. Geld zurück für Office 365 Abonnenten

IMG_0885.PNGDas gab es bislang noch nie: Im Apple AppStore wurden heute drei kostenfreie Microsoft-Produkte am häufigsten heruntergeladen. Grund dafür dürfte der erweiterte Funktionsumfang von Word, Excel und Publisher sein, endlich sind diese Programme auch für Tablets optimiert. Bis gestern konnten bei den kostenfreien Versionen Dokumente lediglich betrachtet, aber weder erstellt oder bearbeitet werden.

Der erste Eindruck ist durchweg positiv. Es lässt sich intuitiv arbeiten, alle wesentlichen Funktionen sind vorhanden. Das Design ist bewusst schlicht gehalten. Dokumente können jetzt auch auf der Dropbox abgelegt werden. Eine Verknüpfung zu anderen Cloud Services wie Google Drive ist nicht möglich. Bislang waren für iPad und iPhone die hauseigenen Produkte eindeutig die beste Wahl. Mit den neuen Versionen hat Microsoft gehörig aufgeholt. Allerdings sind die Microsoft Apps nicht so tief ins Apple Ökosystem integriert. So dürften diese Apps vor allem für diejenigen interessant sein, die auch mit PCs mit einem Microsoft Betriebssystem arbeiten.

Bei der gebührenpflichtigen Premiumversion sind im günstigeren Angebot Office 365 Personal eine, im nur wenig teueren Office Home fünf Lizenzen für PC oder Mac inbegriffen. Kaufen kann man die Pakete nicht, sondern für 6,99 € bzw. 9,99 € pro Monat mieten. Das Preisgefüge erscheint mir zu den weiteren Office 365 Paketen noch nicht ganz schlüssig, da besteht noch Nachholbedarf zu mehr Übersichtlichkeit.

Ziel dieser neuen Strategie dürfte sein, zu Konkurrenzprodukten abgewanderten Ex-Kunden wieder langsam an Microsoft zu gewöhnen, zunächst an die Software, dann auch an die Hardware. Bislang waren die Microsoft-Tablets auch wegen der nicht angepassten Software eher Ladenhüter, das könnte sich jetzt ändern.

In der IT Branche leben totgesagte Firmen meistens nicht länger, Microsoft hat jedoch mit seiner neuen Produktpolitik bei Hard- und Software gute Chancen, verlorenes Terrain bei mobilen Endgeräten wieder zurückzugewinnen.

Nachtrag vom 9.11.2014

Für alle, die etwas enttäuscht von den neuen Word-, Excel- und Powerpoint-Versionen für das iPad sind, weil sie gerade ihr Geld für ein Office 365 Abo-Geld ausgegeben hatten, um die Editierfunktionen nutzen zu können, die jetzt umsonst sind: Microsoft bietet jetzt eine Rückerstattung an. Das Prozedere ist nicht gerade unkompliziert. Als Käufer via Apple auf dem iPad muss man sich direkt an den iTunes Store Support wenden, es gibt da keinen Button in den Apps oder so. Wenn man sein Abo via Microsoft abgeschlossen hat, dann kann man sein Office 365 Abo dort über einen “Microsoft Accounts and Billing agent” beenden und bekommt das Geld für die restlichen Tage zurück. Voraussetzung: man muss das Abo irgendwann zwischen dem 27. März 2014 und dem 6 November abgeschlossen haben. Das Geld kann dann allerdings bis zu acht Wochen auf sich warten lassen.