1323 Elektroautos wurden im Januar 2017 in Deutschland zugelassen, über 10.000 Anträge auf Umweltbonus

Genau 1.323 Elektroautos wurden im Januar neu zugelassen, meldet das KBA. Damit startet das neue Elektro-Jahr schwungvoll mit einem satten Plus von 177,4 Prozent gegenüber dem sehr schwachen Vorjahresmonat. Der Anteil der Elektroautos an den PKW-Gesamtzulassungen  (241.399 Fahrzeuge) ist jedoch mit 0,5 % immer noch verschwindend gering.

Bild: Tesla

Mit 151 Neuzulassungen konnte Tesla einen (zumindest auf dem Papier) imposanten Zuwachs von 287,2 % verbuchen. Derweil sind bis zum 31. Januar 10.835 Anträge für den Umweltbonus beim zuständigen Bundesamt eingegangen. 6.119 Anträge bezogen sich auf reine Elektrofahrzeuge und 4.716 auf Plug-in-Hybride.

 

E.ON Studie: Deutsche glauben an die Zukunft des Elektroautos

foto_e_mobil_eonAb Juni 2016 gibt es bis zu 4.000 Euro Prämie für den Kauf eines Elektroautos. Ist das der Durchbruch von Elektromobilität in Deutschland? “Mehr als ein Drittel aller Deutschen sehen in 20 Jahren mehr Elektroautos als Autos mit Verbrennungsmotor auf Deutschlands Straßen”, sagt Robert Hienz, Geschäftsführer von E.ON Energie Deutschland. Das belege eine aktuelle Umfrage von TNS Emnid im Auftrag von E.ON. Dies wären über 20 Millionen Elektrofahrzeuge im
Jahr 2036 – denn laut Kraftfahrt-Bundesamt waren 45,1 Millionen PKWs zum 1. Januar 2016 in Deutschland zugelassen.

Sowohl Männer als auch Frauen glauben gleichermaßen an die Zukunft der Elektromobilität: 34 Prozent der befragten Männer und 35 Prozent der Frauen sind der Meinung, dass in 20 Jahren Elektroautos in der Mehrheit sein werden. Beachtlich sind jedoch die regionalen Unterschiede: Über die Hälfte der Hamburger – nämlich 52 Prozent – ist der Ansicht, dass das E-Auto das klassische Automobil in 20 Jahren ablösen wird. Weitaus weniger überzeugt von Elektromobilität sind dagegen die Thüringer mit nur 21 Prozent sowie die Menschen in Sachsen-Anhalt (26 Prozent) und im Saarland (26 Prozent).

Münchens Bürgermeister Dieter Reiter: “Elektromobilität macht München zukunftsfest”

eMünchenMünchens Oberbürgermeister Dieter Reiter und seine Umweltreferentin Stephanie Jacobs haben am 29. April, E-Mobilitäts-Enthusiasten und solche, die es werden wollen, zur zweitägigen Ausstellung „München eMOBIL“. am Odeonsplatz begrüßt. „Elektromobilität ist kein Nischenthema mehr, sondern begeistert immer mehr Bürgerinnen und Bürger“, erklärte Reiter. „Die moderne und lokal emissionsfreie Technologie ist für München ein wichtiger Baustein für eine nachhaltig gestaltete Zukunft und Teil unseres Verkehrskonzeptes. Insgesamt nehmen wir deswegen 30 Millionen Euro in die Hand, so viel wie keine andere Kommune in Deutschland.“ Jacobs ergänzte: „München ist Vorreiter in Sachen E-Mobil-Förderung. Wir haben bereits vor dem Bund ein Förderprogramm aufgelegt, das zeigt, wie ernst wir das Thema in München nehmen. Wir wollen mit Anreizen einen Umstieg auf diese saubere Energie schmackhaft machen. Letzten Endes profitieren alle Münchnerinnen und Münchner, schließlich wird die Luft sauberer und unsere Stadt leiser.“ Für Münchner Gewerbetreibende und Unternehmen, freiberuflich Tätige und gemeinnützig anerkannte Organisationen gibt es seit 1. April das Förderprogramm „München emobil“. Das Experten-Team des Referats für Gesundheit und Umwelt informierte direkt vor Ort am Odeonsplatz die Besucherinnen und Besucher über die städtische Förderung. Bisher sind rund 150 Anträge eingegangen. „Unser Programm kommt gut an. Wir sind sehr zufrieden mit dem Start. Der Funke ist übergesprungen“, sagt Jacobs. Gefördert werden E-Fahrzeuge und Ladestationen Für letztere können auch Privatpersonen einen Antrag stellen. Informationen und Anträge gibt es unter www.muenchen.de/emobil. Die Ausstellung bot den Besuchern die Möglichkeit, praktisch mit Stecker und Lenkrad Elektromobilität live auszuprobieren: vom Pedelec bis zum Luxusflitzer, vom Zweisitzer bis zum Gewerbefahrzeug standen für die Besucher die E-Fahrzeuge bereit. Mehr als 20 Aussteller bildeten das Spektrum der Elektromobilität ab, und viele luden zu kostenlosen Probefahrten ein. Auch Ladelösungen, Batterietechnik und Solar-Carports wurden ausgestellt. Eine besondere Attraktion waren die E-Trial-Stuntvorführungen des vierfachen französischen Meisters Chris Bruand. Am Samstagvormittag startete am Odeonsplatz die eTourEurope – 9 Capitals – 9 Days. Mit Tagesetappen von 430 Kilometern und über 3.900 Kilometer Gesamtdistanz ist die eTourEurope die herausforderndste E-Rallye in Europa. Sie demonstriert die Leistungsfähigkeit von E-Fahrzeugen sowie der öffentlichen Schnellladeinfrastruktur im Langstrecken-Einsatz.

München: Ermäßigter Parkausweis für Elektrofahrzeuge

eMünchenHandwerker, soziale Dienste, Handelsvertreter, Altstadtbewohner und im Einzelfall gewerbliche Anlieger zahlen für die Parkausweise ihrer Elektrofahrzeuge ab sofort nur noch 30 Euro. Dabei spielt es keine Rolle, ob der Ausweis für ein oder zwei Jahre ausgestellt wird. Der ermäßigte Parkausweis wird ausschließlich für batterieelektrische Fahrzeuge ausgestellt. Die Antragsteller müssen als Nachweis für die Vergünstigung eine Kopie des Kfz-Scheins beigelegen. Ansonsten gelten die jeweiligen grundsätzlichen Antragsbedingungen. Die Parkausweise für reine Elektrofahrzeuge kosten somit genauso viel wie die Bewohner-Parkausweise für ein Jahr. Gewerbliche Anlieger, deren Ausweis eigentlich ohne Kennzeichen und damit übertragbar erteilt wird, müssen für den verbilligten Ausweis die Parkberechtigung auf das Kennzeichen des Elektrofahrzeuges beschränken. Die Vollversammlung des Stadtrates hat die Gebührenreduzierung in der Sitzung vom 25. Februar 2016 zur Förderung der Elektromobilität beschlossen. Die Privilegierung gilt, wie auch das Förderprogramm Elektromobilität, zunächst bis zum 31. Dezember 2017. Aktuell sind knapp 1.400 reine Elektrofahrzeuge in der Landeshauptstadt zugelassen. Weitere Informationen zur Beantragung von Parkausweisen sind unter www.muenchen.de/parken erhältlich.

2015 nur 0,5 % der Neuanschaffungen: Die Bayerische Staatsregierung setzt kaum auf Elektroautos

Elektroauto_TankeDie Bayerische Staatsregierung hat bei der Förderung von Elektroautos großen Nachholbedarf in den eigenen Garagen. Im Jahr 2015 kauften oder leasten Staatskanzlei und Ministerien insgesamt zehn Elektroautos. Das waren knapp 0,5 Prozent der insgesamt neu beschafften 2149 Autos und Transporter. Das geht aus der Antwort von Finanzminister Markus Söder (CSU) auf eine Landtagsanfrage der Grünen hervor.

Im Januar 2016 hatte die Staatsregierung sich ein weit ehrgeizigeres Ziel gesetzt: Künftig sollen 20 Prozent der staatlichen Dienstwagenflotte Elektroautos sein, jedenfalls in den geeigneten Behörden. «Die CSU-Regierung nimmt ihre Vorbildfunktion in Sachen E-Mobilität nicht ernst», kritisiert der Grünen-Verkehrsexperte Markus Ganserer daher. Vom Zwanzig-Prozent-Ziel seien Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) und sein Kabinett «meilenweit entfernt».

Elektroautos sollen an Raststätten kostenlos laden können

elektrotankenDie Bundesregierung hält an ihrem Ziel fest, dass bis zum Jahr 2020 bis zu einer Million Elektroautos in Deutschland fahren sollen und will auch den Ausbau einer entsprechenden Lade- und Tankstelleninfrastruktur für diese Fahrzeuge vorantreiben, deren Nutzung zunächst kostenlos sein soll. Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) stellt für die Ausstattung aller bewirtschafteten Rastanlagen für drei Jahre (2015 bis 2017) rund neun Millionen Euro Haushaltsmittel bereit, damit der Bau von Schnellladestationen vorangetrieben werden kann. Die Kosten würden vom Ministerium und dem Rastanlagenbetreiber Tank & Rast für dessen 400 Rastanlagen anteilig aufgebracht. “Den Nutzern der Ladestationen entstehen in der Startphase keinerlei Kosten”, stellt die Bundesregierung fest. Die Kosten würden in der Anfangsphase von Tank & Rast übernommen. Danach sei davon auszugehen, dass jeder Nutzer für die Ladeleistung zahlen werde.

Alle Anlagen von Tank & Rast werden nach Angaben der Regierung mit einer Schnellladestation und jeweils zwei Parkplätzen ausgerüstet. Drei Steckertypen sollen zur Verfügung stehen. An zentralen Standorten werde sogar ein Erstausbau mit mehreren Ladepunkten angestrebt, damit mehrere E-Fahrzeuge parallel geladen werden könnten. “Hauptkriterium für die Ausstattung der bewirtschafteten Rastanlagen ist ein geschätzter Bedarf für Ladeleistung auf den deutschen Autobahnen, der aktuell mit einer Schellladesäule je Standort ausreichend abgedeckt ist”, schreibt die Regierung. Die durchschnittliche Ladedauer werde mit 30 Minuten angenommen.