BMVI: Projektideen zur Förderung des Radverkehrs gesucht

Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) sucht auch in diesem Jahr wieder nach förderfähigen Projekten zur Umsetzung der Ziele des Nationalen Radverkehrsplans (NRVP). Interessierte können bis zum 1. August 2015 ihre Projektideen für das Förderjahr 2016 einreichen. Themenschwerpunkte in diesem Jahr: “Elektromobilität” und “Rad und Raum”.
Norbert Barthle, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur:
„Radfahren schont das Klima, fördert die Gesundheit und hilft Staus zu vermeiden. Nehmen Sie aktiv an der Förderung des Radverkehrs teil und bewerben Sie sich mit Ihren Projektideen – nur so können neue Ansätze und Ideen für die Förderung des Radverkehrs erprobt und sinnvoll gefördert werden.
Das BMVI fördert so genannte nicht investive Modellprojekte zur Umsetzung des NRVP mit Mitteln in Höhe von ca. 3,2 Millionen Euro pro Jahr. Zu den förderfähigen Projekten zählen insbesondere Informations- und Kommunikationskampagnen (z. B. zur Verbesserung des Verkehrsklimas), Wettbewerbe, technische Innovationen, Forschungs- und Entwicklungsvorhaben sowie sonstige geeignete Vorhaben, die der Koordinierung und Förderung des Radverkehrs dienen.“
Eine NRVP-Förderung wird in einem zweistufigen Auswahlprozess beantragt: Zunächst ist eine Ideenskizze einzureichen. Aus den eingegangenen Skizzen wird das BMVI, beraten durch das Expertengremium “Beirat Radverkehr”, eine Auswahl treffen und diese zur Antragstellung auffordern. Für die förderfähigen Projektkosten bewilligt das BMVI im Wege der Projektförderung einen Zuschuss als Anteilsfinanzierung.

Ausführliche Informationen gibt es auf http://www.nationaler-radverkehrsplan.de

Quelle: Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur

Umweltfreundlich mobil – Münchner Firmen zeigen, wie’s geht

Grüne MobilitätDas Referat für Arbeit und Wirtschaft hat heute sechs Betriebe ausgezeichnet, die erfolgreich am Förderprogramm Betriebliches Mobilitätsmanagement München (BMM) 2014 teilgenommen haben. Mit dem Förderprogramm unterstützt die Landeshauptstadt Unternehmen bei der Optimierung ihrer Verkehre.

Von Januar bis Juli nahmen folgende Firmen aus der Landeshauptstadt und dem Landkreis München erfolgreich an der neunten BMM-Runde teil:

GEWOFAG Holding GmbH, Q_PERIOR AG, Staatliches Hofbräuhaus in München, Stadtsparkasse München, Swiss Re Europe S..A. und die Sympatex Technologies GmbH.

Die Unternehmen haben vielfältige Maßnahmen zum Management ihrer Verkehre ergriffen:

Die städtische Wohnungsbaugesellschaft GEWOFAG entwickelt ganzheitliche Mobilitätskonzepte nicht nur für ihre eigenen Beschäftigten (zum Beispiel zur Nutzung von Diensträdern), sondern auch für die Mieterinnen und Mieter ihrer Liegenschaften. Dadurch lässt sich das Potenzial für das Mobilitätsmanagement deutlich steigern.

Die Q_PERIOR AG hat die eigenen Reiserichtlinien überarbeitet. Nicht Restriktionen und Regularien, sondern Information und Motivation zur ressourcenschonenden Nutzung von Verkehrsmitteln stehen dabei im Vordergrund.

Das Staatliche Hofbräuhaus in München wird „elektromobil“ Für die notwendigen Fahrten im Stadtgebiet kommt ein Elektro-Pool-Fahrzeug zum Einsatz, das über eine Solaranlage der Brauerei geladen werden soll.

Die Stadtsparkasse München setzt auf verbesserte Information und Motivation der Beschäftigten zur Mitarbeitermobilität. Über ein eigenes Portal im Intranet stehen nun alle Mobilitätsinformationen gebündelt zur Verfügung.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Swiss Re Europe S.A. müssen ihre Pendelwege demnächst völlig neu organisieren. Das Unternehmen zieht 2015 von Unterföhring in die Arabellastraße in Bogenhausen. Der neue Firmensitz ist bestens mit Verkehrsmitteln des ÖPNV erschlossen. Um deren Nutzung zu fördern, werden die Beschäftigten einen großzügigen Zuschuss zum MVV-Jahresticket erhalten.

Die weltweit agierende Sympatex Technologies GmbH wird ihre internationale Reisetätigkeit noch besser organisieren und terminlich abstimmen. So lässt sich die Anzahl der Transkontinental-Flüge und damit auch der ökologische Fußabdruck erheblich reduzieren.

Gemeinsam haben die sechs Betriebe mit ihren insgesamt rund 3.450 Beschäftigten viel erreicht: Pro Jahr sparen sie zusammen zirka 134 Tonnen CO2 ein. Voraussichtlich im ersten Quartal 2015 wird eine neue BMM-Runde beginnen. Die Teilnahme an dem etwa zehn Monate dauernden Förderprogramm ist für Betriebe aus der Landeshauptstadt und dem Landkreis München kostenlos. Bisher haben sich 54 Münchner Betriebe am Programm beteiligt. Interessierte Unternehmen berät Roland Hösl vom Referat für Arbeit und Wirtschaft, Telefon 2 33-2 55 06, roland.hoesl@muenchen.de.